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BLG plant ab 2028 bundesweites Starterdarlehen für Junglandwirte

Im Zuge der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 plant der Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG) eine umfassende Unterstützung für junge Landwirte in Deutschland. Vorgeschlagen wird die Einführung eines bundesweiten Starterdarlehens, um den Generationswechsel in der Landwirtschaft zu fördern. Diese Maßnahme ist Teil einer größeren Strategie, die von den Mitgliedstaaten verlangt wird und deren Mittel laut einem Vorschlag der Europäischen Kommission von bisher 3 % auf 6 % der nationalen GAP-Mittel erhöht werden sollen.

Geplante finanzielle Unterstützung für Junglandwirte

Das vorgeschlagene Starterdarlehen soll über die Landwirtschaftliche Rentenbank in Zusammenarbeit mit Hausbanken bereitgestellt werden. Es ist geplant, diese Darlehen mit Zinsvergünstigungen oder Tilgungszuschüssen attraktiver zu gestalten. Der BLG rechnet damit, dass bei einem Anteil von 6 % an den GAP-Mitteln etwa 280 bis 300 Millionen Euro jährlich für Junglandwirte und den Generationswechsel zur Verfügung stehen könnten.

Von diesen Mitteln sollen rund 150 Millionen Euro weiterhin als Flächenzuschlag an Junglandwirte fließen. Die restlichen 130 bis 150 Millionen Euro könnten in ein nationales Investitions- und Starterpaket investiert werden. Durch zusätzliche Förderungen seitens des Bundes könnte das Gesamtbudget auf etwa 150 bis 170 Millionen Euro pro Jahr anwachsen.

Breites Spektrum förderfähiger Investitionen

Die geplanten Fördermittel sollen nicht nur klassische Investitionen wie Maschinen, Stallbau und Betriebsgebäude umfassen, sondern auch in Bereiche wie Betriebswohnungen und den Erwerb von Boden und Geschäftsanteilen fließen. Ein wichtiger Bestandteil des Pakets ist zudem eine geförderte Beratung zur Erstellung eines Businessplans.

Laut Udo Hemmerling, Geschäftsführer des BLG, bietet die EU jungen Landwirten erstmals die Möglichkeit, auch direkt durch Finanzierungsinstrumente im Rahmen der GAP unterstützt zu werden. Er betont die Bedeutung dieser Chance für Deutschland und ruft dazu auf, die bestehende Förderbankstruktur des Landes zu nutzen, um verstärkt in investive und kapitalbildende Maßnahmen zu investieren.