Im Jahr 2025 standen amerikanische Landwirte vor erheblichen Herausforderungen, als die von Präsident Donald Trump eingeführten Importzölle nicht den gewünschten Effekt erzielten. Stattdessen erlebte der Agrarsektor, insbesondere der Handel mit China, signifikante Rückschläge. Die von der North Dakota State University durchgeführte Untersuchung zeigt, dass die US-Agrarexporte nach China zwischen März 2025 und Februar 2026 um fast 15 Milliarden Dollar zurückgingen.
Massive Verluste im Sojabohnenhandel
Besonders auf dem Sojabohnenmarkt waren die Auswirkungen deutlich spürbar. Während 2024 noch Sojabohnen im Wert von über 12 Milliarden Dollar nach China exportiert wurden, fiel dieser Wert im Folgejahr auf nur noch 3 Milliarden Dollar. Ein großer Teil dieses Rückgangs, geschätzt auf rund 6,8 Milliarden Dollar, ist direkt auf den Handelskonflikt mit China zurückzuführen. Die Zölle auf chinesische Produkte waren zeitweise enorm gestiegen und führten zu Vergeltungsmaßnahmen Chinas.
Regionale Auswirkungen des Handelskonflikts
Laut der Studie waren einige Agrarregionen besonders betroffen. Der „Corn Belt“, die Great Plains sowie Kalifornien und Texas litten unter den Handelsbeschränkungen. Iowa verzeichnete beispielsweise einen Exportverlust nach China im Wert von 1,2 Milliarden Dollar. Doch nicht alle Produkte gingen verloren; ein Teil wurde auf andere Märkte umgeleitet.
Teilexportausgleiche und staatliche Hilfen
Trotz Umleitungen in Länder wie Mexiko, Kanada oder Japan konnten die Landwirte nicht alle Verluste kompensieren. Trump genehmigte daher ein Hilfspaket von 11 Milliarden Dollar, um die Landwirte zu unterstützen – ein Eingeständnis der mangelnden Wirksamkeit seiner Wirtschaftspolitik. Die Autoren der NDSU-Studie arbeiten momentan an einer detaillierten Analyse der umgeleiteten Handelsströme.
Zukunftsperspektiven für US-Agrarhandel
Trotz der Herausforderungen gibt es Hoffnungsschimmer: Wenn sich Pläne eines kürzlichen Gipfels in Peking realisieren, könnten die Agrarexporte sogar das Niveau von 2024 übertreffen und um bis zu 5 Milliarden Dollar steigen. Doch ohne eine verbindliche Zusage Chinas bleibt Unsicherheit bei den Landwirten bestehen. Sie haben gelernt, dass Trumps Abkommen oft mehr versprechen als sie halten können.
