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EU genehmigt neuen Herbizid-Wirkstoff Bixlozone für 2026

Die EU hat nach langer Zeit wieder einen neuen Pflanzenschutzwirkstoff zugelassen, was innerhalb der Agrarbranche als ein bedeutendes Signal für Innovationen gewertet wird. Hersteller und Landwirte hatten den Mangel an neuen Zulassungen beklagt, da die Liste der genehmigten Wirkstoffe in den letzten Jahren kontinuierlich schrumpfte.

Neuer Herbizid-Wirkstoff Bixlozone zugelassen

Der kürzlich zugelassene Wirkstoff ist Bixlozone, ein Herbizid, das zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern eingesetzt werden soll. Mit dem Verlust von Flufenacet waren die Optionen zur Kontrolle von Ackerfuchsschwanz, Weidelgras und Hirsearten stark eingeschränkt. Bixlozone soll diese Lücke schließen und die Vielfalt der verfügbaren Wirkstoffe erweitern.

Zulassung und Markteinführung in der EU

Die Neuzulassung gilt ab dem 21. April 2026 für eine Dauer von zehn Jahren. Der Hersteller FMC plant, Bixlozone in verschiedenen Ackerbaukulturen wie Getreide, Mais, Raps und Kartoffeln einzusetzen. Die Anträge für die Produktzulassungen sind bereits gestellt worden, und das Produkt könnte ab 2027 auf den Markt kommen.

Globale Nutzung und Bedeutung für Europa

Bixlozone wird bereits in Ländern wie Australien, Brasilien und China erfolgreich eingesetzt. Laut dem Industrieverband Agrar (IVA) stellt dies ein wichtiges Innovationssignal für Europa dar. Dr. Mark Winter vom IVA betonte jedoch, dass trotz dieser Neuzulassung weiterhin Bekämpfungslücken bestehen und weitere Entwicklungen dringend notwendig sind.

Zukünftige Entwicklungen in der Zulassungspraxis

Laut AgraEurope könnten dieses Jahr noch weitere Wirkstoffe von der EU zugelassen werden. Cinmethylin und Benzobicyclon sind zwei Kandidaten, die aktuell im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel diskutiert werden.