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Agrarminister Rainer sichert GAK-Förderung: Keine Kürzungen geplant

Die Diskussion um die zukünftige Finanzierung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) hat in der deutschen Landwirtschaftspolitik für erhebliche Unruhe gesorgt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) stellte jedoch klar, dass im laufenden Jahr keine Kürzungen bei diesem zentralen nationalen Förderinstrument geplant sind.

Verwirrung um geplante Kürzungen

Ursprünglich hatte eine Vorlage des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) Anfang der Woche für Aufregung gesorgt. Diese sah vor, die GAK-Mittel ab 2026 aufgrund von Haushaltsengpässen um 150 Millionen Euro zu reduzieren. Diese Einsparungen hätten insbesondere die Bereiche ländliche Entwicklung, Ökolandbau und Biodiversität betroffen, für die der Bund den Ländern Mittel zur Kofinanzierung bereitstellt. Das Ministerium betonte jedoch, dass die Verteilung der Mittel innerhalb der GAK noch nicht abschließend entschieden sei.

Kritik aus den Bundesländern

Der Widerstand gegen mögliche Kürzungen kam nicht nur aus dem Bundestag, wo sich die Grünen kritisch äußerten, sondern auch von den Ländern selbst. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) zeigte sich überzeugt, dass Minister Rainer an seinem Versprechen festhalten werde, die GAK-Mittel nicht zu kürzen. Er betonte die Bedeutung dieser Mittel insbesondere für Investitionen in tiergerechte Stallbauten und hob die Notwendigkeit hervor, den Landwirten in dieser Hinsicht Planungssicherheit zu geben.

Bedeutung der GAK-Förderung

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Dr. Till Backhaus (SPD) äußerte sich ebenfalls kritisch zu den ursprünglich geplanten Kürzungen. Er wies darauf hin, dass gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Planungssicherheit für Betriebe und Kommunen entscheidend sei. Die GAK spiele eine zentrale Rolle als Investitionsinstrument für den ländlichen Raum in Deutschland und deren Kürzung würde nicht nur die Landwirtschaft schwächen, sondern ganze Regionen benachteiligen.

Bioverbände zeigen Erleichterung

Nach Bekanntwerden von Rainers Klarstellung reagierten Bioverbände erleichtert. Peter Röhrig vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßte das Zurücknehmen der geplanten Kürzung als ein positives Signal für die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe.

Zukunft der Agrarförderung

Die GAK bleibt das zentrale nationale Förderinstrument für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung mit einem Gesamtvolumen von über 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Sie bietet den Bundesländern wichtige Kofinanzierungsmöglichkeiten und ist entscheidend für Projekte im Bereich Hochwasserschutz und Küstensicherung. Die Debatte über ihre Finanzierung zeigt jedoch auch die Herausforderungen auf, vor denen die Agrarpolitik angesichts knapper öffentlicher Haushalte steht.

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