Nach einem kurzen Anstieg starteten die Märkte sogar mit Abschlägen in den Handel. Diese Entwicklung führte auch dazu, dass die Heizöl-Notierungen weiterhin günstig blieben und vielerorts Preisabschläge zu beobachten sind.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Die aktuellen März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte „Brent“ notieren bei 60,40 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Januar kostet derzeit 611 Dollar. Gleichzeitig verliert der Euro gegenüber dem Dollar weiter an Wert und wird aktuell nur noch zu Kursen von etwa 1,1690 Dollar gehandelt.
Der weltweite Krisenschauplatz hat sich vergrößert, da die Lage in Venezuela eskaliert ist. Am Wochenende griffen US-Streitkräfte Ziele in Caracas an und nahmen den Machthaber Maduro fest. Ob und wie es den USA gelingen wird, die Kontrolle über das Land mit den größten Ölreserven der Welt zu erlangen, bleibt ungewiss. Das Militär scheint bislang hinter der neuen Präsidentin Rodriguez zu stehen, die ebenfalls Teil der bisherigen Regierung war. Diese unrechtmäßige Aktion der Trump-Regierung wurde von vielen international scharf kritisiert und könnte andere Aggressoren ermutigen, ähnliche Schritte zu unternehmen. Dies könnte Auswirkungen auf Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg sowie auf Spannungen zwischen China und Taiwan haben.
Trotz dieser Entwicklungen haben die Rohölpreise bisher kaum auf die Ereignisse in Venezuela reagiert. Dies liegt daran, dass das Land aufgrund von Sanktionen, Korruption und Missmanagement mit einer täglichen Fördermenge von rund einer Million Barrel pro Tag keine große Rolle spielt. Sollten es den USA jedoch gelingen, die Kontrolle über Venezuela zu erlangen, könnten us-amerikanische Ölkonzerne die Förderung erheblich steigern und somit die Ölpreise mittel- bis langfristig stabilisieren.
Weitere wichtige Themen diese Woche sind der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie neue Ölbestandsdaten aus den USA.
Am Devisenmarkt hat der Euro gegenüber dem US-Dollar weitere Verluste hinnehmen müssen. Die jüngste Machtdemonstration der USA hat den Dollar gestärkt. Venezuelas enorme Ölreserven könnten zukünftig erhebliche Auswirkungen auf den Devisenmarkt haben.
Die Heizölpreise starten heute überraschend mit leichten Abschlägen in die Woche. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Somit bleiben die Notierungen trotz Erhöhung der CO2-Abgabe auch zu Beginn des neuen Jahres auf einem attraktiven Niveau – deutlich unter den Preisen der letzten drei Jahre im Januar.
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