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BASF bereitet neue Pflanzenschutzmittel für 2026 vor

Mehr als 7,5 Milliarden Euro umfasst derzeit die Innovationspipeline von BASF. Verzögerungen bei den Zulassungsverfahren in Deutschland und der EU sorgen jedoch dafür, dass neue Produkte erst mit zeitlicher Verzögerung auf den Markt kommen.

Seit über einem Jahrhundert widmet sich das Unternehmen der Erforschung von Wirkstoffen und Wirkmechanismen für die Landwirtschaft. Täglich fließen rund 2,5 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Lösungen, um auf Schädlinge, Pflanzenkrankheiten, zunehmende Resistenzen und extreme Wetterlagen reagieren zu können. Nach Unternehmensangaben dient die heutige Forschung dazu, die Anforderungen von morgen abzusichern.

Von zentraler Bedeutung ist nicht nur die Auswahl des geeigneten Wirkstoffs, sondern auch dessen Formulierung. Entscheidend ist, dass der Wirkstoff zuverlässig an die Zielstruktur der Pflanze gelangt und nicht durch Regen abgewaschen oder durch Sonnenlicht zerstört wird. Gleichzeitig muss das Produkt in der Praxis gut handhabbar sein und eine unkomplizierte Anwendung ermöglichen.

Im Kartoffelanbau steht ab der nächsten Saison mit Divexo® ein neues Fungizid zur Verfügung. Es soll vor allem gegen die Kraut- und Knollenfäule wirken, die zunehmend schwer zu kontrollieren ist. Divexo® zeichnet sich durch Wirksamkeit auch bei resistenten Pilzstämmen sowie durch hohe Beständigkeit gegen Regen und UV-Strahlung aus.

Auch für den Weinbau kündigt BASF Neuerungen an. Geplant ist die Einführung von Delan® SC zur Saison 2026. Das Produkt enthält den bewährten Wirkstoff Dithianon, liegt jedoch in einer flüssigen Formulierung vor. Dadurch lässt sich mit einer geringeren Wirkstoffmenge eine sichere Kontrolle des Falschen Mehltaus erzielen, der als wichtigste Pilzkrankheit im Weinbau gilt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Problemgräsern. Mit Luximo bringt BASF ein Herbizid auf den Markt, das einen völlig neuen Wirkmechanismus zur Kontrolle von Ackerfuchsschwanz bietet. Nach einem langwierigen Zulassungsverfahren soll das Mittel im Herbst 2026 in Deutschland eingeführt werden und eine neue Referenz im Pflanzenschutz darstellen.

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