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Neue Studie: Wasservögel beeinflussen Ausbreitung der Geflügelpest

Die Verbreitung der Geflügelpest, auch bekannt als hochpathogene aviäre Influenza (HPAI), bleibt ein ernsthaftes Problem für die Landwirtschaft weltweit. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Ecology Letters“ veröffentlichte Studie aus den USA zeigt nun, dass das Bewegungsverhalten von Wasservögeln entscheidend zur Ausbreitung des Virus beiträgt.

Wasservögel als Überträger

Wildvögel, die in der Nähe von Geflügelhaltungen verweilen, sind häufige Überträger der Seuche. Dabei besteht das Risiko einer Ansteckung mittlerweile ganzjährig. Die US-Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen der Strecke, die Wasservögel während ihrer Wanderungen zurücklegen, und der Ausbreitungsdistanz von HPAI.

Umwelt beeinflusst Vogelbewegungen

Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten haben Wissenschaftler Bewegungsmuster von 4.600 Wasservögeln aus 23 verschiedenen Arten untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Umweltbedingungen maßgeblich die Reiseentfernungen dieser Vögel bestimmen. Vögel tendieren dazu, bei geeigneten Lebensräumen näher an ihrer Heimat zu bleiben.

Vielfältige Habitate als Schutzfaktor

Lebensräume mit einer Mischung aus Feuchtgebieten, Grünflächen und urbanen Bereichen bieten den Vorteil, dass Vögel diese Gebiete nur selten verlassen müssen. Dadurch wird die Möglichkeit reduziert, dass HPAI neue Regionen erreicht, einschließlich landwirtschaftlicher Betriebe.

Einfluss von Dürre und Wasserversorgung

Andererseits führen Dürreperioden dazu, dass Wildvögel ihre gewohnten Aufenthaltsorte verlassen müssen. Dies könnte zur Verbreitung des Virus beitragen. Eine ausreichende Wasserversorgung in wichtigen Habitaten kann laut Forschern helfen, die Vögel zu binden und damit das Risiko einer Viruseinschleppung zu minimieren.

Zukünftige Forschung über Extremwetter

Zukünftige Untersuchungen sollen klären, ob extreme Wetterereignisse unüblich weite Wanderbewegungen der Wildvögel verursachen könnten, wodurch HPAI in bisher verschonte Gebiete gelangen könnte. Diese Erkenntnisse könnten entscheidend sein für bessere Präventionsstrategien gegen die Verbreitung der Geflügelpest.