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Innovative Ideen von Landwirten bei den DLG-Feldtagen vorgestellt

Am Mittwoch, den 12. Juni 2024, präsentierten fünf Landwirtinnen und Landwirte auf der Plaza Stage der DLG-Feldtage ihre ungewöhnlichen und zukunftsweisenden Ideen. Diese Beispiele zeigen, wie vielfältig und innovativ die Landwirtschaft in Deutschland sein kann.

Zwischendammbegrünung schützt vor Starkregen

Tobias Papst und sein Bruder Michael aus dem bayerischen Landkreis Dachau setzen auf die Zwischendammbegrünung, um den Oberboden vor Starkregen zu schützen. Auf ihrem Ackerbaubetrieb bauen sie Kartoffeln, Zwiebeln, Weizen, Sommergerste und Zuckermais an. Die Brüder haben ein Verfahren entwickelt, bei dem Pflanzen zwischen den Dämmen wachsen, die den Boden festigen und Erosion verhindern. Diese innovative Methode hilft nicht nur dem Boden, sondern verbessert auch die Erträge und die Nachhaltigkeit des Betriebs.

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Konrad Harbort nutzt die Digitalisierung konsequent auf seinem Hof. Mit einem selbst gebauten Flächenflieger kann er große Flächen effizient überfliegen und wertvolle Daten sammeln. Diese Daten nutzt er für verschiedene Anwendungen wie die Kartierung von Drainagen und die gezielte Herbizidanwendung auf Teilflächen. Harborts Ansatz zeigt, wie moderne Technologie die Landwirtschaft präziser und umweltfreundlicher machen kann.

Chia-Anbau in Norddeutschland

Rebekka Stünkel aus Rethem, Niedersachsen, hat bewiesen, dass südamerikanische Samen wie Chia auch in Norddeutschland gut gedeihen können. Als chemisch-technische Assistentin am Institut für Bodenkunde der Leibniz Universität Hannover hat sie sich zur Chia-Expertin entwickelt. Sie arbeitet intensiv am Anbau und an der Vermarktung ihrer Chia-Erzeugnisse. Ihre Arbeit zeigt, dass neue und ungewöhnliche Kulturen erfolgreich in Deutschland angebaut werden können.

Regenerative Landwirtschaft

Alexander Schierholz und seine Frau bewirtschaften einen Gemischtbetrieb in Niedersachsen nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft. Sie verzichten auf Bodenbearbeitung, setzen auf eine vielfältige Fruchtfolge und integrieren Tiere in den Ackerbau. Diese Methoden fördern die Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität und sorgen für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Ihr Betrieb ist ein Beispiel dafür, wie traditionelle und moderne Ansätze kombiniert werden können, um die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten.

Nachhaltige Bewirtschaftung im Erfurter Becken

Die Geratal Agrar GmbH & Co. KG bewirtschaftet im Erfurter Becken 3.500 Hektar Land nachhaltig. Sie setzen auf eine vielfältige Fruchtfolge, pfluglosen Anbau und integrierten Pflanzenschutz. Ein Teil ihrer Flächen wurde bereits auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt, um den Herausforderungen der Zukunft besser gewachsen zu sein. Ihr Ansatz zeigt, wie großflächige Landwirtschaft nachhaltig gestaltet werden kann.

Diese Landwirtinnen und Landwirte zeigen mit ihren innovativen und nachhaltigen Methoden, wie die Landwirtschaft in Deutschland auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren kann. Ihre Ideen und Ansätze bieten wertvolle Impulse für die gesamte Branche.

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