Der Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen hat ein neues Programm zur Kostensenkung angekündigt, das auch den Abbau von Arbeitsplätzen umfasst. Im Rahmen der Strategie, die Kerngeschäfte zu stärken und zu vergrößern, wird BASF bis 2029 eine Senkung der Fixkosten um bis zu 20 % anstreben.
Ziele des „CoreShift“-Programms
Das „CoreShift“-Programm unter der Leitung von Julia Raquet zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von BASF durch Vereinfachung der Unternehmensstruktur zu erhöhen. Das neue „Core Transformation Office“ soll dabei helfen, die Kerngeschäfte effizienter zu gestalten und profitables Wachstum zu fördern. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Umstrukturierung der Zentrale in Ludwigshafen, wo seit Anfang 2024 bereits 2.800 Stellen abgebaut wurden.
Umfangreiche Transformation
BASF plant eine globale Vereinheitlichung ihrer Prozesse und setzt verstärkt auf standardisierte IT-Lösungen wie ein eigenes ERP-System für die Kerngeschäfte. Diese Bemühungen werden durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz unterstützt, um die Effizienz weiter zu steigern.
Kritik an Personalabbau
Trotz der unklaren Angaben zur genauen Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze ist bekannt, dass auch außerhalb der Produktion Einsparungen geplant sind. Dazu gehören Bereiche wie Personalverwaltung, Buchhaltung sowie Logistik und Einkauf. Diese Maßnahmen stoßen auf Kritik, da sie Unsicherheit bei den Beschäftigten schüren.
Strategische Neuausrichtung
BASF fokussiert sich auf vier Hauptsegmente: Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care. Diese erwirtschaften zusammen einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro, was BASF zum weltweit größten diversifizierten Chemieunternehmen macht. Die Vereinfachung dieser Kerngeschäfte soll laut Raquet helfen, höchste Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und nachhaltiges Wachstum voranzutreiben.
