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John Deere V452/462R: Höhere Ballendichte und mehr Komfort

John Deere hat mit der Einführung der variablen Rundballenpressen V452R und V462R erneut Maßstäbe gesetzt. Diese Pressen bieten nicht nur eine höhere Ballendichte als ihre Vorgängermodelle, sondern auch verbesserte Komfortfunktionen für die Anwender.

Innovative Technik für mehr Effizienz

Die Pressenmodelle V452R und V462R zeichnen sich durch ihre variable Konstruktion aus, die es ermöglicht, Ballen mit einem Durchmesser von bis zu 1,60 m bzw. 1,85 m zu pressen. John Deere hat den Antriebsstrang um 15 Prozent verstärkt, was die Dichte der gepressten Ballen erhöht. Die Verwendung von Dreischichtriemen soll zudem die Belastbarkeit der Maschine verbessern.

Der Leistungsbedarf wird vom Hersteller mit 120 bis 150 PS angegeben, abhängig davon, ob Messer eingesetzt werden. Die Zapfwelle muss hierfür mit einer Drehzahl von 1.000 U/min arbeiten.

Anpassbare Schnittsysteme

Die Maschinen bieten dem Nutzer flexible Schneidoptionen: Es gibt die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Rotoren zu wählen, darunter das MaxiCut-Schneidwerk mit entweder 15 oder 25 Messern. Ein neues Feature ist die Gruppenmessersicherung, die das Einschwenken der Klingen erleichtert.

Bemerkenswert ist, dass die Messer nur auf einer Breite von 1,01 m angeordnet sind, während die Kammer breiter ist. Dies verbessert zwar den Gutfluss und stabilisiert die Ballenkanten zusätzlich, führt jedoch zu ungeschnittenem Material am Rand.

Fortschritte in Elektronik und Automatisierung

Die neuen Modelle sind mit einem leistungsstarken Jobrechner ausgestattet, der eine schnelle Datenverarbeitung ermöglicht. So können Informationen wie Ballengröße und Feuchtegehalt erfasst und über das John Deere Operations Center verwaltet werden. Auch wenn keine Waage integriert ist, erlaubt das System eine grobe Erfassungen der Erntemenge pro Schlag.

In puncto Automatisierung bietet John Deere drei Stufen: Von automatisierten Binde- und Ablageprozessen über selbständige Geschwindigkeitsanpassungen des Traktors bis hin zur Lenkautomatik mit hydraulischer Schwenkdeichsel für präzises Arbeiten.

Anwendungsoptimierungen im Test

Im praktischen Test konnte die Presse in satten Schwaden überzeugen und erreichte bis zu 115 Ballen pro Stunde bei optimalen Bedingungen – fast so viel wie vom Hersteller versprochen. Die Dichte lag teils über den Angaben von John Deere und variierte je nach eingesetzten Messern und Ballendurchmesser.

Kritikpunkte und Preisgestaltung

Trotz der positiven Ergebnisse gibt es Kritik an der Markenabhängigkeit: Die erweiterten Funktionen sind nur in Kombination mit John Deere-Traktoren nutzbar. Die V462R kostet in voller Ausstattung etwa 120.000 € netto; ohne Zusatzfunktionen liegt sie bei etwa 100.000 €. Landwirte müssen individuell abwägen, ob diese Investition angesichts der kurzen Erntezeitfenster rentabel ist.