Die europäischen Geflügelmärkte stehen aktuell unter Druck, nachdem ein Audit der Europäischen Kommission schwerwiegende Mängel bei den Kontrollen von Geflügelfleisch aus China aufgedeckt hat. Der europäische Verband AVEC fordert nun einen vorübergehenden Stopp der Importe, da Hygiene, Tierschutz und Rückverfolgbarkeit nicht den EU-Standards entsprechen.
Steigende Importe trotz kritischer Ergebnisse
Die Debatte um die Qualität chinesischer Geflügelprodukte wird durch die steigenden Importzahlen noch verschärft. Im Jahr 2025 importierte die EU rund 50.000 Tonnen Geflügelfleisch aus China, was einem Anstieg von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung sorgt für Besorgnis unter Landwirten und Produzenten in Europa, die auf strenge Richtlinien und hohe Standards angewiesen sind.
Mängel bei Kontrollen und Zertifikaten
Im November 2025 führte die Generaldirektion Gesundheit der EU eine umfassende Untersuchung der chinesischen Kontrollsysteme durch. Der Bericht zeigte deutlich auf, dass die durchgeführten Kontrollen nicht ausreichend sicherstellen, dass Gesundheits- und Tierschutzangaben in den Exportzertifikaten korrekt sind. Dies wirft Fragen über die Glaubwürdigkeit der Dokumente auf, die nötig sind, um Fleischprodukte in die EU zu exportieren.
Anforderungen an Tierwohl und Hygiene
Der AVEC betont die Notwendigkeit klarer Garantien dafür, dass EU-Standards bei Tierwohl, Hygiene und Rückverfolgbarkeit eingehalten werden. Ohne diese Sicherheiten sieht der Verband keine andere Möglichkeit als einen vorläufigen Stopp der Importe aus China zu erwirken. Die Forderung zielt darauf ab, sowohl Verbraucher als auch heimische Produzenten zu schützen.
- Hygienevorschriften müssen überprüfbar eingehalten werden
- Tierschutzstandards dürfen nicht verletzt werden
- Verlässliche Rückverfolgbarkeit muss gewährleistet sein
Der vollständige Artikel mit detaillierten Informationen zu den spezifischen Mängeln bei Schlachtung und Fleischhygiene kann auf geflügelnews eingesehen werden.
