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Newcastle-Krankheit in Brandenburg: 375.000 Hühner müssen gekeult werden

In Brandenburg kam es kürzlich zu einem Ausbruch der Newcastle-Krankheit in einem großen Legehennenbetrieb im Landkreis Dahme-Spreewald. Die Veterinärbehörden bestätigten, dass mindestens 375.000 Legehennen von der Seuche betroffen sind und getötet werden müssen. Diese Entwicklung markiert den zweiten Ausbruch dieser Tierseuche in Brandenburg seit 1996.

Ausbruch und Verdachtsfälle

Die Newcastle-Krankheit wurde nach auffälligen Tierverlusten und einem Rückgang der Legeleistung festgestellt. Ein Tierarzt nahm Proben, die in einem Labor das Virus nachwiesen. Das Veterinäramt des Landkreises reagierte schnell, sperrte den Betrieb und entnahm weitere Proben zur Bestätigung durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg und das Friedrich-Loeffler-Institut.

Zusätzlich gibt es auf demselben Gelände einen weiteren Verdachtsfall in angrenzenden Stallungen mit rund 300.000 Tieren. Die Behörden untersuchen derzeit, ob auch diese Tiere infiziert sind.

Erforderliche Maßnahmen

Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, wurden umfassende Seuchenmaßnahmen eingeleitet. Neben der Keulung der betroffenen Tiere wird eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern um den Betrieb herum eingerichtet. Zudem soll eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern eingerichtet werden.

Auch in Bayern kam es zu ähnlichen Vorfällen: Im Landkreis Erding mussten 100.000 Legehennen gekeult werden, während im Landkreis Mühldorf a. Inn ein Hähnchenmastbetrieb mit 30.000 Hähnchen vorsorglich gesperrt wurde.

Bedeutung für die Geflügelwirtschaft

Die Newcastle-Krankheit ist weltweit verbreitet, aber in Deutschland relativ selten. Der letzte bekannte Ausbruch dieser Art in Brandenburg war vor 27 Jahren. Ein solcher Vorfall erfordert umfangreiche Maßnahmen zur Tierseuchenbekämpfung, um die Ausbreitung des Virus schnell zu stoppen.

Epidemiologische Untersuchungen sind entscheidend, um festzustellen, wie der Erreger in den Bestand gelangt ist und ob weitere Betriebe gefährdet sind. Dies hilft den Behörden bei der Einschätzung der Lage und bei der Planung geeigneter Gegenmaßnahmen.

Sicherheit für Geflügelhalter

Die Newcastle-Krankheit wird durch das aviäre Paramyxovirus Typ 1 (APMV-1) verursacht und kann verschiedene Geflügelarten betreffen. Symptome umfassen erhöhte Tierverluste, Rückgang der Legeleistung, Atemprobleme und nervöse Störungen.

Die Übertragung erfolgt häufig durch direkten Kontakt zwischen Tieren oder durch kontaminierte Kleidung und Geräte. Um das Risiko einer Einschleppung zu reduzieren, sind strenge Biosicherheitsmaßnahmen erforderlich, wie Stallhygiene und Schutzkleidung.

  • Tiere sollten regelmäßig überwacht werden
  • Sicherheitsmaßnahmen müssen konsequent eingehalten werden
  • Mögliche Symptome sollten sofort gemeldet werden

Für umfassendere Informationen zur Newcastle Disease stehen Ressourcen wie www.gefluegelnews.de zur Verfügung.