Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt ein zentrales Thema in der deutschen Landwirtschaft. In Nordrhein-Westfalen wurden die Sperrzonen I und II aufgrund neuer ASP-Fälle bei Wildschweinen außerhalb des bisherigen Kerngebiets im Kreis Siegen-Wittgenstein erweitert. Diese Entscheidung wurde von den lokalen Behörden am 2. März 2026 durch entsprechende Allgemeinverfügungen bekannt gegeben.
Ausbreitung der Sperrzonen
Die Erweiterung betrifft die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und den Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich erstreckt sich die Sperrzone I nun auch auf Teile der hessischen Landkreise Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf. Insgesamt sind 117 Betriebe mit rund 22.325 Hausschweinen innerhalb der Sperrzonen betroffen, wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) informiert. Von diesen Betrieben halten neun mehr als 700 Schweine.
Maßnahmen zur Eindämmung
Im Kreis Olpe wurde eine verstärkte Bejagung von Wildschweinen in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt angeordnet, um die Ausbreitung der Seuche einzudämmen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein fokussiert sich außerhalb der Sperrzonen auf ein intensiveres Monitoring, um weitere Fälle schnell zu erkennen und zu kontrollieren.
Erfolge in Sachsen
Während Nordrhein-Westfalen sich mit der Ausweitung seiner Schutzmaßnahmen konfrontiert sieht, gibt es positive Nachrichten aus Sachsen. Dort hat die Europäische Kommission die Aufhebung der letzten ASP-Sperrzone im Landkreis Bautzen genehmigt. Diese Entscheidung folgte einem Antrag des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel und bedeutet das Ende aller Einschränkungen in dieser Region.
Trotzdem bleibt ein 654,5 km² großer Schutzkorridor entlang der Grenze zu Polen bestehen. Dieser dient weiterhin dazu, das Eindringen von infiziertem Schwarzwild aus Polen zu verhindern.
Lob von politischer Seite
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer lobte die Aufhebung der Sperrzone in Sachsen als bedeutenden Fortschritt in der Bekämpfung von Tierseuchen in Deutschland. Er betonte, dass eine effektive Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest möglich sei, wenn Bund und Länder eng zusammenarbeiten und fundierte Maßnahmen ergreifen.
