Die Exporte von deutschem Schweinefleisch verzeichneten im Jahr 2025 eine leichte Zunahme. Nach vorliegenden Daten stiegen die Ausfuhren insgesamt um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei insbesondere der Handel innerhalb der Europäischen Union (EU) zulegen konnte.
Stabile Exporte in die EU
Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2025 exportierte Deutschland nahezu konstante Mengen an Schweinefleisch und Nebenprodukten. Die Steigerung der Verkäufe innerhalb der EU war dabei besonders ausgeprägt und betrug 3,0 %. Italien, die Niederlande und Polen bleiben die wichtigsten Abnehmer dieser Produkte. Der europäische Markt macht somit 84,5 % der Gesamtlieferungen aus und bleibt damit der bedeutendste Absatzmarkt für deutsche Produkte.
Rückgang bei Drittlandsexporten
Im Gegensatz dazu sanken die Exporte in Drittländer deutlich um 12,6 %. Diese Entwicklung ist insbesondere auf das Auftreten der Maul- und Klauenseuche in Deutschland im Januar des Vorjahres zurückzuführen. Diese Erkrankung führte zu einer vorübergehenden Aussetzung der Lieferungen in Länder außerhalb der EU.
Herausforderungen durch Afrikanische Schweinepest
Erschwerend kommt hinzu, dass die Afrikanische Schweinepest in Spanien dazu geführt hat, dass größere Mengen spanischen Fleisches nicht mehr exportiert werden können. Dies verstärkt den Angebotsdruck innerhalb Europas und schafft eine intensivere Konkurrenzsituation auf dem Markt.
Trotz dieser Herausforderungen konnte Deutschland seine Position als wichtiger Player auf dem europäischen Schweinemarkt behaupten. Die Entwicklungen zeigen jedoch auch die Anfälligkeit gegenüber Krankheitsausbrüchen und deren direkten Einfluss auf den internationalen Handel mit Agrarprodukten.
