Die Vogelgrippe sorgt in den Vereinigten Staaten weiterhin für erhebliche Probleme. In den letzten 30 Tagen wurden über 4,7 Millionen Legehennen, Puten und Masthähnchen von der Seuche betroffen. Ein aktueller Bericht des Center for Infectious Disease Research and Policy (cidrap) bestätigt, dass insgesamt 52 Geflügelbestände, darunter 33 Hinterhofhaltungen und 19 kommerzielle Betriebe, die Krankheit aufweisen.
Massive Ausbrüche in der Geflügelindustrie
Laut dem Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) des US-Landwirtschaftsministeriums ereigneten sich in jüngster Zeit mehrere neue Ausbrüche, unter anderem im Lancaster County, Pennsylvania. Dort waren mehr als 160.000 Vögel auf kommerziellen Betrieben betroffen. Besonders schwer traf es eine große Legehennenanlage mit über 104.000 erkrankten Tieren. Auch eine Putenhaltung mit 36.000 Tieren und ein weiterer Betrieb mit 25.100 Vögeln meldeten Infektionen. Ein bedeutender Vorfall ereignete sich zudem in Sonoma County, Kalifornien, wo auf einer Masthähnchenfarm 86.600 Tiere infiziert wurden.
Die Vogelgrippe bei Wildtieren und Haustieren
Nicht nur Nutztiere sind von der Vogelgrippe betroffen: Zwei Füchse – einer aus Los Angeles und einer aus New Haven, Connecticut – sowie eine Hauskatze in Burlington, New Jersey wurden positiv auf das Virus getestet. Auch in der Wildvogelpopulation gibt es neue Fälle; über 120 Ausbrüche wurden kürzlich registriert, darunter ein Weißkopfseeadler im Somerset County, New Jersey.
Diese fortwährenden Ausbrüche verdeutlichen die Herausforderungen im Umgang mit hochpathogenen Viren innerhalb der Geflügelindustrie und der Wildtierpopulationen in den USA. Die Behörden stehen vor der schwierigen Aufgabe, weitere Ausbreitungen zu verhindern und bestehende Infektionen effizient einzudämmen.
