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Fenebergs Insolvenz bedroht Existenz vieler Allgäuer Biolandwirte

Die Supermarktkette Feneberg, ein bedeutender Einzelhändler im Allgäu, steht vor einer ungewissen Zukunft. Das Unternehmen mit Sitz in Kempten hat Insolvenz angemeldet und sucht derzeit nach Investoren. Bisher betrieb Feneberg 71 Filialen in der Region und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von etwa 500 Millionen Euro.

Regionale Partnerschaften bedroht

Feneberg ist bekannt für seine enge Zusammenarbeit mit rund 600 Biolandwirten aus dem Allgäu und angrenzenden Gebieten. Diese liefern im Rahmen des „Von Hier“-Programms Produkte wie Schlachttiere, Obst, Eier und Gemüse. Die Kooperationen ermöglichten es den Landwirten bislang, ihre Kosten zu decken. Etwa 30 Prozent des Sortiments von Feneberg besteht aus diesen regionalen Produkten, während die restlichen 70 Prozent von der Edeka Südbayern stammen.

Finanzielle Herausforderungen

Die finanzielle Schieflage von Feneberg ist auf eine Schuldenlast von rund 200 Millionen Euro zurückzuführen, die durch Darlehen und Pensionsverpflichtungen angehäuft wurde. Darüber hinaus waren nicht alle Verkaufsstellen profitabel. Der Trend zu geringeren Ausgaben für Bioprodukte infolge der wirtschaftlichen Gesamtlage trug ebenfalls zur Krise bei.

Suche nach Investoren

Trotz der Insolvenzanmeldung wird der Geschäftsbetrieb vorerst fortgesetzt. Es gibt Berichte über mehrere potenzielle Käufer, darunter auch große Namen wie Edeka und Rewe. Bis zum Jahresende wird eine Entscheidung erwartet, welche Zukunftspläne für die Kette umgesetzt werden können.

Verkauf der Metzgerei-Tochter

Bereits verkauft ist die Tochtergesellschaft Allgäu Freshfood, die Fleisch- und Wurstwaren sowie Convenience-Produkte herstellt und einen Umsatz von etwa 100 Millionen Euro erzielt. Die Mehrheit der Anteile ging an das Unternehmen Hans Kupfer & Sohn aus Heilbronn über, während die Familie Feneberg noch 49 Prozent behält.

Die Insolvenz von Feneberg stellt nicht nur das Unternehmen selbst vor Herausforderungen, sondern auch die zahlreichen Landwirte, die auf die Partnerschaft angewiesen sind. Eine mögliche Übernahme könnte jedoch neue Chancen bieten, um den regionalen Handel weiterhin zu fördern und Arbeitsplätze zu sichern.

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