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John Deere eröffnet Kompetenzzentrum für gebrauchte Erntemaschinen

Mit der Eröffnung eines neuen Kompetenzzentrums für gebrauchte Erntemaschinen in Zweibrücken hat John Deere kürzlich ein bedeutendes Projekt abgeschlossen. Der Landmaschinenhersteller investierte fünf Millionen Euro in das Zentrum, welches nach 1,5 Jahren Bauzeit nun seine Pforten öffnete. Ziel ist es, gebrauchte Maschinen professionell zu überholen und mit einer Werksgarantie wieder auf den Markt zu bringen.

Moderne Ausstattung für hohe Standards

Die Anlage, die Anfang November eingeweiht wurde, umfasst mehrere moderne Hallen. Dazu zählen eine vollständig ausgestattete Werkstatt mit Deckenkran und Spezialwerkzeugen, ein großes Lager sowie eine eigene Station zur Maschinenaufbereitung. Ein Showroom bietet Interessenten die Möglichkeit, die runderneuerten Maschinen zu begutachten. Das Konzept zielt darauf ab, dem gestiegenen Bedarf an preiswerten Alternativen zu neuen Landmaschinen gerecht zu werden.

Flexibilität für Kunden bei der Auswahl

Kunden können aus zwei Qualitätsstufen wählen: „einsatzbereit“ oder „wie neu“. Bei der erstgenannten Option werden lediglich defekte Teile ersetzt, während die zweite Option umfangreichere Erneuerungen inklusive der Implementierung aktueller technischer Entwicklungen bietet. Auf Wunsch sind auch Service-Verträge und Finanzierungsoptionen erhältlich, was Kunden zusätzliche Sicherheit und Flexibilität bietet.

Kosteneinsparungen als Anreiz

Laut Daniel Metz, dem Standortleiter, zeichnet sich das Zentrum durch hohe Professionalität und Qualität aus. Klaus Kellner sieht angesichts steigender Preise für neue Maschinen ein mögliches Einsparpotenzial von bis zu 50 Prozent. John Thomassen schätzt den Bedarf an gebrauchten Maschinen im Vergleich zu Neumaschinen als zwei- bis dreimal höher ein.

Zielgruppen und Marktperspektiven

Die aufbereiteten Maschinen richten sich an eine breite Kundengruppe: Von Landwirten, die Garantieleistungen zum günstigeren Preis bevorzugen, bis hin zu Lohnunternehmen im Häckslergeschäft. Etwa 25 Prozent des Neumaschinenvolumens der Feldhäcksler sollen in Zukunft in Zweibrücken überarbeitet werden. Der Erfolg des Zentrums könnte wegweisend für ähnliche Projekte in anderen Märkten sein; in den kommenden zwei Jahren plant John Deere die Schaffung von bis zu 20 Arbeitsplätzen am Standort.

Das Kompetenzzentrum stellt für John Deere einen Testlauf dar und könnte bei Erfolg als Modell für weitere Märkte dienen. Der Plan ist es, zunächst am Standort Zweibrücken weiter zu wachsen und die gewonnenen Erkenntnisse möglicherweise international anzuwenden.

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