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USDA-Bericht erhöht Weizen- und Maisbestände, Preise fallen deutlich

Die neuesten Zahlen des USDA-Berichts haben spürbare Auswirkungen auf die Märkte für Weizen und Mais gezeigt. Während die globalen Endbestände bei Weizen und Mais zugenommen haben, stabilisierten sich die Ölsaatenpreise weitgehend. Dies führte zu einem Rückgang der Kurse an den internationalen Börsen.

Steigende Weizenbestände trotz geopolitischer Spannungen

Der jüngste WASDE-Report des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) prognostiziert einen Anstieg der weltweiten Weizenendbestände für das Jahr 2025/26 um 6,2 Millionen Tonnen, wodurch sie insgesamt 283 Millionen Tonnen erreichen. Dieser Anstieg wird durch höhere Ernteerwartungen in der EU und Russland sowie einen geringeren Verbrauch in Indien begünstigt. Gleichzeitig zeigt sich, dass die ukrainischen Getreideexporte bis Anfang April um etwa 31 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, wobei die Weizenausfuhren sogar um 24 % zurückgingen. Die Konkurrenz aus Russland und Argentinien sowie politische Unsicherheiten dämpfen zudem das Preisaufwärtspotenzial.

An den Börsen führte dies zu deutlichen Kursverlusten: Der Mai-Kontrakt an der Euronext fiel um 2,25 € auf 195,50 €/t, während der Mai-Termin an der CBoT um 5,75 US-Cent auf 574,50 US-Cent/Bushel nachgab.

Anstieg der Maisbestände beeinflusst Marktpreise

Laut dem WASDE-Bericht stiegen die globalen Maisendbestände um 2,1 Millionen Tonnen auf insgesamt 294,8 Millionen Tonnen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf höhere Ertragserwartungen in Indien, Südafrika und Brasilien zurückzuführen, während die US-Bestände unverändert blieben. Infolgedessen verzeichnete der Mai-Maiskontrakt an der CBoT einen Rückgang um rund 3 US-Cent auf 444,00 US-Cent/Bushel, und der Juni-Kontrakt an der Euronext sank um 2,00 € auf 203,50 €/t.

Konsolidierung bei Ölsaaten trotz Marktverschiebungen

Trotz des USDA-Berichts zeigten sich die Preise für Ölsaaten größtenteils stabil. Raps notierte an der Euronext unverändert bei 497,00 €/t, während Sojabohnen an der CBoT leicht zulegten. Die globalen Sojaendbestände wurden nur marginal um -0,5 Millionen Tonnen auf insgesamt 124,8 Millionen Tonnen reduziert. Auch wenn die Produktionsprognosen für Argentinien und Brasilien konstant blieben, unterstützen steigende Verarbeitungsmengen weiterhin die Nachfrage. Gleichzeitig erhöht Brasilien seinen Anteil am Exportmarkt zulasten der USA.

Auffällig ist zudem ein Wandel im europäischen Rapshandel: Rumänien hat nun die Ukraine als wichtigsten Lieferanten nach Deutschland abgelöst. Ukrainische Rapsexporte gingen aufgrund von Exportzöllen um nahezu -40 %. Hingegen konnten Rumänien, Frankreich und die Niederlande ihre Lieferungen ausweiten.