Die geplanten Haushaltsänderungen der US-Regierung könnten erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, das Budget des Landwirtschaftsministeriums (USDA) erheblich zu kürzen, während die Verteidigungsausgaben stark erhöht werden sollen. Konkret plant Trump, die Mittel für das Pentagon um 40 Prozent auf rund 1.300 Milliarden Euro anzuheben. Bereits im laufenden Jahr haben die Militärausgaben unter Verteidigungsminister Pete Hegseth einen historischen Höchststand erreicht.
Einschnitte bei der Agrarforschung und Nahrungsmittelhilfe
Falls der Kongress dem Entwurf zustimmt, könnte das USDA-Budget im Jahr 2027 um umgerechnet 4,2 Milliarden Euro oder knapp 20 Prozent sinken und damit auf insgesamt 18 Milliarden Euro reduzieren. Besonders betroffen wäre das National Institute of Food and Agriculture (NIFA), dessen finanzielle Unterstützung um rund 440 Millionen Euro gekürzt werden soll. Auch die Förderung des Agrarmarketings würde um fast 53 Millionen Euro reduziert. Die Ausgaben für internationale Nahrungsmittelhilfe sollen um weitere 207 Millionen Euro gesenkt werden, und bei Fördermitteln für ländliche Gemeinschaftseinrichtungen sind Einsparungen von 570 Millionen Euro vorgesehen.
Kritik an USDA als „aufgeblähte Bürokratie“
Im Haushaltsentwurf wird das USDA als ineffiziente „aufgeblähte Washingtoner Bürokratie“ kritisiert, in der zahlreiche überflüssige Programme existierten, die nicht zu Trumps „America first“-Politik passten. Dazu gehören laut Entwurf auch Programme, die eine „Transgender-Ideologie“ unterstützen oder einem sogenannten „Green New Scam“ zugerechnet werden könnten – eine abwertende Bezeichnung für Initiativen zur ökologischen Erneuerung.
Trotz dieser starken Worte hatte Präsident Trump Ende März beim „Nationalen Tag der Landwirtschaft“, den er selbst proklamierte, seine Unterstützung für Landwirte betont. Interessanterweise plant er zeitgleich eine Erhöhung der Ausgaben für Renovierungsarbeiten an seinem Amtssitz um fast 330 Millionen Euro im kommenden Jahr.
Die vorgeschlagenen Kürzungen werfen Fragen auf über die Prioritäten der Regierung und deren langfristige Auswirkungen auf den Agrarsektor und ländliche Gemeinschaften in den USA.
