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Südzucker stoppt Dividende: Hohe Abschreibungen belasten Finanzen

Der europäische Zuckermarkt steht vor großen Herausforderungen, was sich erheblich auf die Südzucker AG auswirkt. Der führende Zuckerproduzent plant, außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 450 bis 550 Millionen Euro vorzunehmen. Infolge dieser finanziellen Belastungen wird das Unternehmen voraussichtlich keine Dividende für das Geschäftsjahr 2025/26 auszahlen.

Dividenden-Aussetzung als Reaktion auf Marktbedingungen

Die Entscheidung, keine Dividende auszuschütten, wurde vom Vorstand der Südzucker AG getroffen und soll auf der kommenden Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Im Vergleich dazu erhielten die Aktionäre im Vorjahr noch 0,20 Euro je Aktie. Der Vorschlag ist eine direkte Konsequenz aus dem schwierigen Marktumfeld im Zuckersegment und den anstehenden Abschreibungen auf das Anlagevermögen, die im Konzernabschluss nach IFRS berücksichtigt werden müssen.

Finanzielle Maßnahmen ohne Auswirkungen auf operatives Ergebnis

Trotz dieser geplanten Abschreibungen weist Südzucker darauf hin, dass das operative Ergebnis und das prognostizierte EBITDA für das Jahr 2025/26 davon unberührt bleiben. Diese Anpassungen sind nicht zahlungswirksam und werden unter Restrukturierung und Sondereinflüssen verbucht. Die genaue Höhe der Abschreibungen wird im Rahmen der Jahresabschlusserstellung festgelegt.

Entscheidung des Aufsichtsrats steht noch aus

Der Dividendenvorschlag bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrats, dessen Sitzung für den 20. Mai 2026 anberaumt ist. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch auf der Hauptversammlung am 16. Juli 2026, die virtuell durchgeführt wird.

Ungewisse wirtschaftliche Aussichten

Südzucker hebt hervor, dass die zukünftigen wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation schwer einzuschätzen sind. Diese Unsicherheiten könnten den Geschäftsverlauf weiterhin erheblich beeinflussen.