Der Kieler Rohstoffwert für Milch verzeichnete im März 2026 einen bemerkenswerten Anstieg von 11,5 % auf nunmehr 37,8 Cent pro Kilogramm. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch die gestiegenen Marktpreise für Magermilchpulver und Butter beeinflusst, wie das ZMB berichtet.
Entwicklung der Rohstoffwerte
Das ife Institut für Ernährung und Ernährungswirtschaft in Kiel ermittelt diesen Wert aus den Preisen für Magermilchpulver und Butter. Der Rohstoffwert bezieht sich auf Rohmilch ab Hof mit einem Fettgehalt von 4,0 % und einem Eiweißanteil von 3,4 %, ohne Mehrwertsteuer. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Rohstoffwert um 3,9 Cent, was eine signifikante Erholung darstellt.
Preissprünge bei Magermilchpulver und Butter
Ein wesentlicher Faktor für diesen Anstieg sind die deutlichen Preissteigerungen bei Magermilchpulver und Butter. Die Preise für Magermilchpulver erhöhten sich um 12,2 %, während Butter einen Preisanstieg von 5,2 % verzeichnete. Konkret bedeutet dies, dass der Durchschnittspreis für Magermilchpulver von 230,6 Euro auf 258,7 Euro pro 100 kg gestiegen ist. Die mittleren Preise für Butter kletterten von 426,8 Euro auf 448,8 Euro pro 100 kg.
Längerfristiger Vergleich zeigt Wertverlust
Trotz des aktuellen Anstiegs liegt der ife-Rohstoffwert im März 2026 immer noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zu März 2025 ist ein Rückgang um 25,3 %, beziehungsweise 12,8 Cent pro Kilogramm zu verzeichnen. Dies verdeutlicht die Herausforderungen und Schwankungen im Milchmarkt über einen längeren Zeitraum hinweg.
- Kieler Rohstoffwert: Aktuell bei 37,8 Cent/kg
- Magermilchpulver: Preisanstieg um 28 €/100 kg
- Butter: Steigerung um 22 €/100 kg
- Längerfristige Entwicklung: Deutlicher Rückgang im Jahresvergleich
Märkte bleiben volatil und stellen sowohl Produzenten als auch Verbraucher vor komplexe Herausforderungen. Die jüngsten Entwicklungen betonen die Bedeutung einer fortlaufenden Beobachtung der Preisbewegungen in der Milchwirtschaft.
