In einer außerordentlichen Vertreterversammlung, die heute stattfand, konnte sich der Vorstand der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) unter der Leitung von Josef Volkwein behaupten. Trotz vorheriger Kritik wurde er mit 69 zu 54 Stimmen gegen seine internen Kritiker bestätigt.
Interne Kritik und Vertrauensverlust
Bei einem Treffen im Juni war dem Vorstand die Entlastung verweigert worden, was in einem Misstrauensvotum gipfelte. Kritiker werfen Volkwein einen Vertrauensverlust vor, der sich aus mehreren Punkten speist. Dazu zählt die umstrittene Neubesetzung des Zuchtleiters, bei der angeblich die Rasseausschüsse übergangen wurden. Auch die Auszahlungen für Besamungsbullen und die kürzlich erfolgte Erhöhung der Gebühren stehen in der Kritik.
Wirtschaftliche Stabilität trotz Personaldebatten
Die RBW betont jedoch, dass die Diskussionen nicht auf wirtschaftlichen Problemen basieren. Das Geschäftsjahr 2025 wurde mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Vielmehr handele es sich um eine personelle Forderung, die bereits im Vorfeld der Juni-Versammlung durch einen Antrag auf Abberufung des Vorsitzenden thematisiert wurde.
Ergebnislose Gespräche trotz Gesprächsangebot
Nach dem Antrag zur Abberufung war ein Dialog zwischen den Sprechern der Antragsteller und den Vorständen vereinbart worden. Diese Gespräche fanden zwar statt, führten jedoch zu keiner abschließenden Lösung. Die RBW bleibt somit in einer Phase interner Auseinandersetzungen gefangen, während sie versucht, Vertrauen innerhalb ihrer Reihen wiederherzustellen.
