Die Hochland-Gruppe verzeichnete im Jahr 2025 ein bemerkenswertes Wachstum, trotz der Herausforderungen auf den internationalen Märkten. Der Umsatz des Unternehmens stieg auf 2,54 Milliarden Euro, was eine Steigerung gegenüber den 2,36 Milliarden Euro im Vorjahr darstellt. Der Absatz von Käseprodukten erreichte dabei 438.000 Tonnen. CFO Hubert Staub betonte, dass das Jahr intensiv war und das Unternehmen gezwungen war, sowohl einfache als auch komplexe Entscheidungen zu treffen, um auf seinem Wachstumskurs zu bleiben.
Stabile Markenentwicklung trotz Konkurrenzdruck
Trotz eines hart umkämpften Marktes konnte das Markengeschäft von Hochland 2025 seine Stabilität bewahren. Im Bereich Food Service profitierte das Unternehmen besonders von Innovationen, darunter neue Burger-Scheiben und Anwendungen für Schnellrestaurants. Auch im B2B-Bereich lag der Fokus auf kundenorientierten und effizienten Lösungen, trotz der steigenden Produktions- und Rohstoffkosten.
Strategische Marktrückzüge und Herausforderungen
Hochland behauptete seine Marktposition in verschiedenen Regionen erfolgreich. In Rumänien stärkte das Unternehmen seine Führungsposition und erzielte sowohl Marktanteils- als auch Ergebniszuwächse. In Russland konnte die Tochtergesellschaft trotz politischer Unsicherheiten stabil weiterarbeiten. Jedoch war das Geschäft in Polen durch hohe Milchpreise belastet, sodass Hochland dort den zweiten Platz belegte. Aufgrund ausbleibendem Wachstum und mangelnder Profitabilität entschloss sich das Unternehmen dazu, sich aus dem US-amerikanischen Markt zurückzuziehen, um sich verstärkt auf Kernmärkte zu konzentrieren.
Nachhaltigkeitsziele fest im Blick
Ein weiterer Schwerpunkt für Hochland war die Reduzierung der CO₂e-Emissionen. Durch Verbesserungen bei Verpackungen konnte das Unternehmen den CO₂e-Ausstoß erheblich senken. Zudem wurden Rezepturen für Schmelz- und Frischkäse optimiert, wodurch Kunden Produkte mit einem um bis zu 40% geringeren CO₂e-Fußabdruck angeboten werden konnten.
Blick in die Zukunft: Vision 2030
Neben der erfolgreichen Umsetzung ihrer „Vision 2025“ plant Hochland bereits die nächsten Schritte mit der neuen „Vision 2030“. Diese setzt Schwerpunkte auf Kundenservice, Produktivität, nachhaltiges Wachstum sowie Digitalisierung. CEO Sebastian Schaeffer erklärte, dass die Vision 2025 als Orientierungshilfe in turbulenten Zeiten diente und nun ein solides Fundament für neue Wachstumsimpulse gelegt wurde. Mit dieser strategischen Ausrichtung soll Hochland gemeinsam mit seiner Unternehmenskultur bereit sein für kommende Herausforderungen.
