Der Januar 2026 brachte für die EU-27 eine Zunahme der Milchproduktexporte auf den internationalen Märkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Ausfuhren um 2,3 %, wobei vor allem Butter und Milchpulver in größeren Mengen exportiert wurden. Währenddessen waren Babynahrung und Molkenpulver von einem Rückgang betroffen.
Butterexporte verzeichnen deutliche Zuwächse
Ein genauerer Blick auf die einzelnen Produktkategorien zeigt, dass insbesondere Butter ein signifikantes Wachstum erfuhr. Die Exporte in Drittländer stiegen um fast 24 % im Vergleich zu Januar 2025. Hauptabnehmer dieser Mehrmengen waren die USA, gefolgt von Ägypten und Marokko.
Auch bei Magermilchpulver und Fat Filled Milk Powder zeigten sich starke Zuwächse mit Anstiegen von 9 % beziehungsweise 6 %. Diese Produkte fanden verstärkte Abnehmer in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Niger und Somalia für das Fat Filled Milk Powder sowie in Ägypten und Saudi-Arabien für das Magermilchpulver.
Käseexporte bleiben konstant
Käse bleibt das volumenmäßig bedeutendste Exportprodukt unter den Milcherzeugnissen der EU. Obwohl das Vereinigte Königreich als Hauptimporteur leicht weniger nachfragte, konnten andere Länder wie Japan diesen Rückgang ausgleichen. Insgesamt blieben die Käseexporte nahezu unverändert im Vergleich zu Januar des Vorjahres.
Schwächelnde Exporte bei Babynahrung und Molkenpulver
Im Gegensatz dazu entwickelten sich die Exporte von Babynahrung negativ. Vor allem nach China, dem Vereinigten Königreich, Saudi-Arabien und der Türkei wurden deutlich weniger Waren geliefert, was zu einem Rückgang von rund 10 % führte. Auch die Ausfuhren von Molkenpulver sanken um 3 %, was auf geringere Nachfrage aus China, dem Vereinigten Königreich sowie Indonesien zurückzuführen ist.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Vereinigte Königreich ein zentraler Handelspartner für die EU-27 im Bereich der Milchprodukte. Die insgesamt gestiegene Exportmenge unterstreicht jedoch auch die Bedeutung neuer Absatzmärkte außerhalb Europas.
