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Continental verkauft ContiTech für 4 Mrd. € an Lone Star Funds

Die Neuausrichtung des Dax-Unternehmens Continental nimmt weiter Gestalt an: Der Verkauf der ContiTech-Sparte markiert den finalen Schritt in der strategischen Transformation. Für insgesamt 4 Milliarden Euro, zuzüglich erfolgsabhängiger Komponenten bis zu 250 Millionen Euro in den kommenden Jahren, geht ContiTech an die Londoner Investmentgesellschaft Lone Star Funds.

Continental als reiner Reifenhersteller

Mit dem Abschluss dieser Transaktion vollzieht Continental eine bedeutende Änderung seiner Geschäftsstruktur. Erstmals wird das Unternehmen ausschließlich als Reifenhersteller auftreten. Diese Entscheidung bedarf noch der Zustimmung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.

Unter Berücksichtigung von Nettoverbindlichkeiten, darunter Pensions- und Leasingverpflichtungen, rechnet Continental mit einem Barmittelzufluss von etwa 3,1 Milliarden Euro. Von diesem Betrag sollen voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Euro in Form einer Sonderdividende oder durch Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückfließen, was die Kapitalstruktur des Unternehmens stärken soll.

Selbstständige Entwicklung beider Unternehmen

Sabrina Soussan, die Aufsichtsratsvorsitzende von Continental, erklärte, dass der Aufsichtsrat mit dem Verkauf von ContiTech den letzten Schritt der Neupositionierung des Unternehmens beschlossen habe. Sie ist überzeugt, dass sowohl Continental als auch ContiTech unabhängig voneinander besser vorankommen werden.

Lone Star Funds übernimmt alle globalen Geschäftsaktivitäten von ContiTech. Das Unternehmen beschäftigt etwa 22.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro. Der Großteil dieses Umsatzes stammt aus dem Industriegeschäft. Das Portfolio umfasst Produkte wie Fördersysteme, Antriebssysteme und Flüssigkeitsmanagementlösungen.

Strategische Fokussierung bei Continental

Continental selbst hat etwa 55.000 Mitarbeiter und betreibt weltweit 19 Reifenwerke. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen bereits seine Automotivesparte abgespalten und an die Börse gebracht; diese firmiert nun unter dem Namen Aumovio. Anfang diesen Jahres folgte zudem der Verkauf des Geschäftsfelds Original Equipment Solutions von ContiTech.

Christian Kötz, Vorstandsvorsitzender von Continental, sieht in der strategischen Fokussierung eine wesentliche Stärkung für beide Unternehmen. Die Veräußerung von ContiTech soll es ermöglichen, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.