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Bundesrat beschließt 5 GW Sonderausschreibung für Windenergie 2026

Der Bundesrat hat kürzlich einen wegweisenden Gesetzentwurf zum Ausbau der Windenergie an Land vorgestellt, der eine zusätzliche Ausschreibung von 5.000 MW für das Jahr 2026 vorsieht. Diese Maßnahme wird als entscheidender Schritt zur Verbesserung der Energieversorgungssicherheit in Deutschland angesehen.

Windenergie als Schlüssel zur nachhaltigen Energieversorgung

Laut dem Bundesrat ist die Windenergie an Land ein unverzichtbarer Teil der erneuerbaren Energien in Deutschland. Sie trägt wesentlich zur Sicherstellung einer stabilen und umweltfreundlichen Stromversorgung bei, insbesondere während der Wintermonate und in den Nachtstunden. Der Ausbau dieser Energiequelle ist daher von zentraler Bedeutung, um den steigenden Energiebedarf nachhaltig zu decken.

Genehmigungsstau bedroht Windkraftausbau

Im Jahr 2025 wurden durch beschleunigte Genehmigungsverfahren so viele neue Windenergieprojekte genehmigt wie nie zuvor. Dennoch reichen die aktuellen Ausschreibungsvolumina nicht aus, um diese Projekte auch zeitnah umzusetzen. Ein Rückstau droht, der den dringend benötigten Ausbau verzögern könnte, was negative Auswirkungen auf die energiepolitischen Ziele hätte.

Bundesregierung am Zug

Die Bundesregierung hat nun die Möglichkeit, Stellung zum Gesetzentwurf des Bundesrates zu nehmen. Es bleibt dem Bundestag überlassen, ob er den Vorschlag weiterverfolgt. Es gibt jedoch keine gesetzlichen Vorgaben, wann dies geschehen muss, was die Unsicherheit im weiteren Verfahren erhöht.

Forderung nach klaren Rahmenbedingungen

Bayern und Niedersachsen haben zusätzlich eine Entschließung initiiert, die von der Bundesregierung Klarheit über zukünftige Rahmenbedingungen für den Windkraftausbau fordert. Länder und Kommunen benötigen Rechtssicherheit und Planungssicherheit, um Investitionen in diesen Bereich zu fördern. Insbesondere wird gefordert, dass auch für die Jahre 2027 und 2028 weitere Ausschreibungsvolumina eingeplant werden.

Anpassungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Die Bundesländer drängen darauf, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so anzupassen, dass es einen wirtschaftlichen Ausbau der Windenergie in allen Regionen Deutschlands ermöglicht. Ein überarbeitetes Referenzertragsmodell soll dabei helfen, den Ausbau regional ausgewogen voranzutreiben und auch südliche Bundesländer stärker zu berücksichtigen.

BDEW befürwortet Initiative

Kerstin Andreae vom BDEW betonte die Bedeutung des Gesetzentwurfs des Bundesrates als rechtzeitige Initiative zur Förderung der Windenergie. Diese Energiequelle sei unabhängig von globalen Märkten und stärke sowohl die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit als auch die politische Unabhängigkeit Deutschlands.

Sonderausschreibung als Chance

Dank beschleunigter Genehmigungsverfahren stehen zahlreiche Projekte bereit zur Umsetzung. Eine Sonderausschreibung könnte diese Kapazitäten aktivieren und somit einen wichtigen Beitrag zur Energiesouveränität Deutschlands leisten sowie den Klimaschutz vorantreiben.

Ziele bis 2026 erreichen

Trotz positiver Entwicklungen werden die im EEG festgelegten Ziele für installierte Windenergiekapazitäten voraussichtlich erst verspätet erreicht werden können. Ende 2024 sollten eigentlich 69 GW installiert sein; das Ziel bis Ende 2026 liegt bei 84 GW. Die Sonderausschreibung bietet eine Gelegenheit, diesem Ziel näherzukommen.

  • Keyword: Windenergie an Land
  • Keyword: Ausschreibungsvolumen
  • Semantisch verwandte Begriffe: erneuerbare Energien, EEG-Novelle