Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine ernsthafte Bedrohung für die globale Schweineindustrie, da seit 2022 weltweit etwa 2,44 Millionen Hausschweine entweder verendet sind oder präventiv getötet wurden. Diese Zahlen stammen aus einem aktuellen Bericht der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH), der die anhaltenden Herausforderungen durch die Seuche verdeutlicht.
Europa am stärksten betroffen
Laut dem Bericht sind europäische Länder besonders stark betroffen, dort wurden rund 1,63 Millionen Schweineverluste verzeichnet. In Asien beläuft sich die Zahl auf 661.000 Tiere, während in Afrika 136.000 und in der Karibik (insbesondere Dominikanische Republik und Haiti) etwa 9.400 Tiere betroffen sind.
Unterschiede bei Ausbrüchen und Fallzahlen
Asien meldet mit 7.500 Ausbrüchen die höchste Anzahl an Zwischenfällen, während in Europa die meisten Einzelfälle registriert wurden – insgesamt 689.000. Die Zahl der Ausbrüche bei Hausschweinen in Europa liegt bei 5.360. Auch bei Wildschweinen ist das Seuchengeschehen ernst zu nehmen; hier wurden fast alle der insgesamt 46.600 Fälle in Europa festgestellt.
Globale Bedrohung erfordert Maßnahmen
Die WOAH stuft ASP weiterhin als globale Gefahr ein und empfiehlt verstärkte Maßnahmen wie etwa verbesserte Biosicherheitsvorkehrungen und funktionierende Frühwarnsysteme. Bemerkenswert ist, dass bis dato keine Impfungen gegen ASP durchgeführt wurden.
Zunahme der ASP-Fälle in Europa
Seit Beginn des Jahres steigen die ASP-Fallzahlen in Europa weiter an, wenn auch moderat. Bis zum 11. März dieses Jahres wurden im Informationssystem der Europäischen Kommission 79 neue Ausbrüche gemeldet, wobei Rumänien mit 48 Fällen am stärksten betroffen ist, gefolgt von Serbien und Moldawien.
Dynamik bei Wildschwein-Infektionen
Auch das Infektionsgeschehen bei Wildschweinen bleibt dynamisch. In der Woche vom 5. bis zum 11. März meldeten 13 europäische Länder insgesamt 281 neue Fälle. Besonders viele Nachweise gab es in Polen, Italien und den baltischen Staaten.
Regionale Schwerpunkte sichtbar
In Westeuropa zeigt sich ein zunehmender Seuchendruck: Erstmals wurde ein Fall bei Wildschweinen nahe Barcelona bestätigt, was die Zahl betroffener Gemeinden in Katalonien auf neun erhöht hat. Italien verzeichnet seit Januar letzten Jahres über 3.563 Fälle, hauptsächlich in der Toskana.
Anhand dieser Entwicklungen wird deutlich, dass ASP eine anhaltende Herausforderung für die Landwirtschaft darstellt und koordinierte Anstrengungen zur Eindämmung erfordert.
