Im ersten Halbjahr 2026 hat der Bayer-Konzern ein deutliches Wachstum sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis verzeichnet. Der Umsatz stieg um 3,3 % auf 24,277 Milliarden Euro, während das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,6 % auf 6,597 Milliarden Euro zulegte. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch im bereinigten Konzernergebnis je Aktie wider, das um 3,4 % auf 3,66 Euro anstieg.
Bedeutende Zuwächse im Agrargeschäft
Insbesondere die Division Crop Science trug erheblich zu den guten Ergebnissen bei. Der Umsatz in diesem Bereich wuchs um 3,5 % auf insgesamt 4,910 Milliarden Euro. Besonders erfolgreich waren die Segmente Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften mit einem Plus von 16,9 %, während Baumwollsaatgut sogar um beachtliche 69,2 % zulegte. Ein entscheidender Faktor hierfür war die Wiederzulassung von Dicamba-basierten Produkten in den USA.
Trotz dieser Erfolge gab es auch Herausforderungen: Der Umsatz mit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften sank um 2,5 %, was teilweise durch Wachstumsraten in Europa/Nahost/Afrika und Asien/Pazifik kompensiert werden konnte. Die Absatzverschiebungen ins Vorquartal in Nordamerika machten sich hier jedoch bemerkbar.
Pflanzenschutzprodukte als Wachstumsmotor
Einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum leisteten glyphosathaltige Herbizide mit einem Anstieg von 12,6 %. In den Regionen Europa/Nahost/Afrika nahmen sowohl Absatzmengen als auch Preise zu. Auch Insektizide verzeichneten ein kräftiges Plus von 15,9 %, unterstützt durch Mengen- und Preissteigerungen vor allem in Europa/Nahost/Afrika und Asien/Pazifik.
Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt der Konzern gefordert. Die Implementierung des Fünfjahresprogramms führte dazu, dass das EBITDA vor Sondereinflüssen um beeindruckende 30,2 % auf 902 Millionen Euro stieg. Dies wurde hauptsächlich durch profitables Umsatzwachstum und gesenkte Herstellungskosten ermöglicht. Die EBITDA-Marge von Crop Science verbesserte sich folglich um 3,9 Prozentpunkte, was nun einer Marge von 18,4 % entspricht.
Konzernweite finanzielle Performance im zweiten Quartal 2026
Bayer konnte im zweiten Quartal 2026 seinen Konzernumsatz um währungs- und portfoliobereinigte 2,2 % auf 10,872 Milliarden Euro steigern. Dennoch wirkten sich negative Währungseffekte mit insgesamt -63 Millionen Euro, verglichen mit dem Vorjahr mit -550 Millionen Euro aus. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich leicht um -1,9 %, während das EBIT bei– 827 Millionen Euro (Vorjahr: 13 Millionen Euro) lag.
Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt– 172 Millionen Euro (Vorjahr: 981 Millionen Euro) belasteten das Ergebnis; diese Kosten standen hauptsächlich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten. Insgesamt erzielte der Konzern ein positives Konzernergebnis von– 219 Millionen Euro (Vorjahr: minus 199 Millionen Euro). Jedoch sank das bereinigte Konzernergebnis je Aktie dennoch um– 16,7 % , bedingt durch normalisierten Steueraufwand und rückläufige Überleitungsergebnisse.
Anhaltende finanzielle Herausforderungen trotz positiver Entwicklung
Trotz des positiven Geschäftsergebnisses bleibt der Free Cash Flow eine Herausforderung und lag bei minus– 371 Millionen Euro (Vorjahr: plus– 125 Millionen Euro). Dies resultierte unter anderem aus höheren Auszahlungen zur Beilegung laufender Rechtsverfahren. Auch die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich bis zum Stichtag am 30. Juni gegenüber dem 31. März 2026 um– 3,5 % sowie im Vergleich zum Vorjahr um– 1,1 %, was einer Summe von insgesamt-33,647 Milliarden Euro
