Die Heizölpreise sind derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Konflikte im Nahen Osten und verzeichneten gestern einen weiteren Rückgang. Analysten erwarten, dass die Preise um zusätzlich ein bis zwei Cent pro Liter sinken könnten. Dieser Trend ist hauptsächlich auf die Aussicht auf ein baldiges Abkommen zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen, das an den internationalen Märkten bereits vorweggenommen wird.
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Rohölpreise auf historischem Tiefststand
Die Preise für Rohöl an den globalen Warenterminmärkten haben erneut nachgegeben und befinden sich nun auf einem historisch niedrigen Niveau. Dies spiegelt sich auch in den günstigeren Heizöl-Notierungen wider, was aktuell eine attraktive Kaufgelegenheit für Verbraucher darstellt.
Die Juli-Kontrakte der europäischen Rohölsorte Brent werden derzeit für 92,70 Dollar pro Barrel gehandelt. Parallel dazu kostet eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni etwa 1.015 Dollar. Der Euro hat gegenüber dem Dollar ebenfalls an Wert gewonnen und wird heute Morgen bei etwa 1,1640 Dollar gehandelt.
Mögliche Einigung zwischen den USA und Iran
Nähere Informationen deuten darauf hin, dass ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran kurz bevorsteht. Medienberichte sprechen von einer Einigung, die lediglich noch der Unterschriften der politisch Verantwortlichen bedarf. Zwar gibt es aufgrund der prominenten Beteiligung von US-Präsident Donald Trump und Modschtaba Chamenei noch gewisse Unsicherheiten, doch die Finanzmärkte zeigen sich optimistisch.
Sollte es zu einer Einigung kommen, wird erwartet, dass der Waffenstillstand verlängert und die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird. Darüber hinaus könnten Gespräche über das iranische Atomprogramm aufgenommen werden, was jedoch weiterhin ein erhebliches Konfliktpotenzial birgt.
Steigende Nachfrage trifft auf sinkende Bestände
Laut den neuesten Berichten des DOE stimmen die Ölbestandsdaten weitgehend mit denen des API überein, mit Ausnahme der Destillate, bei denen ein Rückgang von über zwei Millionen Barrel festgestellt wurde. Die Gesamtnachfrage ist leicht auf knapp 21 Millionen Barrel pro Tag angestiegen.
Zudem profitieren die Devisenmärkte vom aktuellen Geschehen im Nahen Osten: Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar zulegen. Viele Volkswirte rechnen zudem damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni den Leitzins erhöhen könnte.
Prognosen bleiben unsicher
Die Heizölpreise in Deutschland haben kürzlich weiter nachgegeben und verbleiben auf einem sehr niedrigen Niveau. Trotz der positiven Preisentwicklung bleibt die künftige Entwicklung aufgrund der unvorhersehbaren politischen Entwicklungen zwischen Washington und Teheran schwer einschätzbar.
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