Die gestiegene Nachfrage nach Konsumeiern veranlasst die Schweizer Regierung, das Zollkontingent für Eiereinfuhren signifikant zu erhöhen. Ab dem 1. April wurde auf Initiative der Eierbranche das Kontingent von ursprünglich 21.000 Tonnen um 15.000 Tonnen auf insgesamt 36.000 Tonnen erweitert.
Stufenweise Freigabe der zusätzlichen Importmenge
Die zusätzlichen 15.000 Tonnen werden in zwei Phasen verfügbar gemacht: Am 1. Mai werden zunächst 9.750 Tonnen freigegeben, während am 1. September weitere 5.250 Tonnen folgen. Mit dieser Maßnahme hofft die Regierung, die Versorgungssicherheit für Konsumeier über das gesamte Jahr hinweg zu gewährleisten. Der Eidgenössische Eierhandel hat sich dazu verpflichtet, die bestehenden Liefervereinbarungen mit den heimischen Produzenten einzuhalten.
Steigende Ei-Nachfrage: Pro-Kopf-Verbrauch auf Rekordniveau
Laut dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern im vergangenen Jahr auf erstmals über 200 Stück und erreichte genau 209 Eier pro Person. Dies stellt eine Zunahme von 6 % im Vergleich zu 2024 dar und sogar einen Anstieg von 11 % im Vergleich zu 2023.
Inländische Produktion kann Nachfrage nicht decken
Obwohl die heimische Eierproduktion im Jahr 2025 um knapp 7 % auf etwa 1,2 Milliarden Stück gesteigert wurde, reicht diese Menge nicht aus, um den gesamten Bedarf des Marktes zu decken, der bei rund 1,9 Milliarden Eiern liegt. Diese Diskrepanz muss weiterhin durch Importe ausgeglichen werden.
- Zollkontingent erhöht: +15.000 Tonnen
- Pro-Kopf-Verbrauch: 209 Eier
- Inländische Produktion: +7 % (1,2 Mrd. Stück)
Diese Entwicklungen werfen Fragen zur langfristigen Strategie der Schweiz in Bezug auf die Selbstversorgung mit Eiprodukten auf und fordern möglicherweise eine Anpassung sowohl in der Produktion als auch in den Handelsbeziehungen.
