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Agrarmärkte im Wandel: Maisanbau unter Druck durch Düngemittelpreise

In den vergangenen Tagen zeigten sich die Agrarmärkte uneinheitlich, wobei insbesondere bei Ölsaaten und Mais spannende Entwicklungen zu beobachten waren. Während Weizen an der Euronext ein leichtes Plus verzeichnete, blieben die Preise für Kartoffeln weitgehend unverändert. Die Milchmärkte reagierten unterschiedlich auf die aktuelle Nachfrage.

Weizenpreise mit leichtem Aufwärtstrend

Die Weizenpreise an der Euronext stiegen am Mittwoch den zweiten Tag in Folge, was auf stabile Exportpreise in Russland und der Ukraine sowie einen schwächeren Euro zurückzuführen ist. Der Frontmonat Mai konnte 0,75 € zulegen und schloss bei 204 €/t. Auch an der CBoT stiegen die Preise für den Mai-Kontrakt um 7,75 Cent auf 5,98 US-$/bu (entspricht 190 €/t). Trotz dieser Erholung begrenzen jedoch gute Ernteaussichten in Europa das Potenzial für größere Preissteigerungen.

Uneinheitliche Entwicklung bei Ölsaaten

Die Rapsfutures zeigten am Mittwoch ein gemischtes Bild. Während der Frontmonat Mai um 1,25 € auf 499,25 €/t fiel, konnten die Termine für die neue Ernte zwischen 1,00 und 2,75 € zulegen. An der CBoT profitierten Sojabohnen von der Aussicht auf weitere Käufe aus China und stiegen um 16,75 Cent auf 11,72 US-$/bu (372 €/t). Der schwächelnde Rohölmarkt drückte jedoch auf die Rapsnotierungen an der Euronext.

Maisanbau unter Druck durch Düngemittelpreise

Auch bei Mais war eine uneinheitliche Preisentwicklung zu beobachten. In den USA legten die Futures im Frontmonat Mai um 4,75 Cent auf 4,67 US-$/bu (159 €/t) zu. In Europa hingegen gab der Juni-Kontrakt um 0,50 € auf 208,50 €/t nach. Händler spekulieren darauf, dass stark gestiegene Düngemittelpreise Landwirte dazu veranlassen könnten, weniger Mais anzubauen. Ähnliche Überlegungen gibt es in Frankreich, wo Bauern erwägen könnten, von Mais auf Sonnenblumen umzusteigen.

Kartoffelmarkt zeigt keine Bewegung

Der Markt für Kartoffeln bleibt ruhig. Der April26-Kontrakt notierte bei schwachen 2,30 €/dt und für Juni26 blieb der Preis unverändert bei 18,50 €/dt. Mangels Handelstätigkeit gibt es keine Anzeichen für eine Erholung am Terminmarkt. Das große Angebot am Kassamarkt sorgt dafür, dass Preise nur noch indikativ sind.

Milchmarkt: Freundliche Nachfrage trifft schwächere Börsenkurse

Nachdem Magermilchpulver in den letzten Tagen starke Zuwächse verbuchen konnte, fielen die Kurse an der EEX am Mittwoch wieder ab. Der April26-Kontrakt schloss bei 2.875 €/t und verlor damit seit Freitag 16 €. Auch Butter erlebte einen leichten Rückgang um 25 €, sodass sie nun bei 4.450 €/t steht. Am Kassamarkt hingegen bleibt Butter aufgrund der guten Nachfrage vor Ostern stabil im Preis; hier zeigt sich EU-Ware derzeit wettbewerbsfähig.