Anzeige
 

Einböck Razor 500 im Test: Der neue Maßstab für Flachgrubber

Mit der Einführung des Einböck Razor im Jahr 2025 als Vorserienmodell begann eine neue Phase in der Entwicklung von Flachgrubbern, während die Serienproduktion 2026 startete. Diese Maschine zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit aus, indem sie mit Arbeitsbreiten von 4, 5 und 6 Metern produziert wird. Ziel ist es, das bestehende Produktprogramm von Einböck um Geräte mit höherem Durchgang zu erweitern.

Robuste Konstruktion und Zinkenfeld

Der Rahmen des Geräts basiert auf einer Rohr-in-Rohr-Konstruktion, die durch hervorragende Verarbeitung überzeugt. Auch die Lackqualität und die Verlegung der Schläuche erhielten positive Bewertungen. Der Anbauturm bietet zahlreiche Möglichkeiten und ist führend im direkten Vergleich. Dank seines moderaten Gewichts kann der Razor auch mit größeren Vierzylinder-Traktoren betrieben werden.

Die Rahmenhöhe beträgt 56 cm, unterstützt durch Federzinken von 70 x 12 mm. Fünf Balken mit einem Abstand von jeweils 50 cm sorgen für den größten Durchgang im Vergleich zu ähnlichen Modellen. Optional können Doppelfedern von 70 x 10 mm hinzugefügt werden, um die Vibrationsintensität zu erhöhen, was allerdings ein lautes Klappergeräusch verursacht.

Anpassungsfähigkeit und Herausforderungen im Einsatz

Das Zinkenfeld ist zweigeteilt, wobei das Aus- und Einklappen des Geräts etwas länger dauert als bei vergleichbaren Modellen. Im Einsatz bleibt der Grubber starr und kann sich nicht dem Boden anpassen, was bei unebenem Gelände zu Problemen führen kann.

Standardmäßig wird der Razor mit schmalen (53 mm) oder Gänsefußscharen (200 mm) geliefert. Im Test wurden eine Hartmetall-bestückte Variante mit 220 mm sowie ein maximal verfügbares Schar mit 240 mm Breite eingesetzt. Der Wechsel der Schare gestaltet sich aufgrund des komplexen Montageprozesses aufwendig.

Tiefenführung und Striegeloptionen

Zwei Tiefenführungsräder pro Seite sind hinter dem Zinkenfeld montiert und werden vom nachfolgenden Striegel bearbeitet. Die Arbeitstiefe lässt sich vollhydraulisch über Gleichlaufzylinder verstellen, wobei eine gut sichtbare Skala zur Verfügung steht.

Optional können vorne zwei Tasträder installiert werden. Trotz anfänglicher Herausforderungen bei unserem Vorserienmodell hat Einböck Anpassungen vorgenommen, um Kollisionen mit den Traktorreifen zu verhindern.

Effizienz in der Praxis

In praktischen Tests erreichte der Razor auf verschiedenen Böden Arbeitstiefen zwischen 2 und 4 cm bei flächendeckender Bearbeitung; maximal waren bis zu 18 cm möglich. Die Walze bietet hervorragende Tragfähigkeit und verhindert das Einsinken auf sandigen Böden.

Während die Maschine bei einigen Aufgaben wie der Einarbeitung langer Zwischenfrüchte an ihre Grenzen stößt, zeigte sie gute Leistungen bei anderen Aufgaben wie der Strohbearbeitung. Die LED-beleuchteten Warntafeln erfordern jedoch vor jedem Klappen manuelle Anpassungen.

Kostenübersicht

Die Grundausstattung des Einböck Razor kostet rund 26.000 €, ohne Mehrwertsteuer. Mit zusätzlichen Optionen erhöht sich dieser Betrag auf 35.410 €, während ein Set Hartmetallschare weitere 6.600 € kostet. Trotz dieser Kosten bietet der Razor eine solide Leistung und vielseitige Einsatzmöglichkeiten für Landwirte.

Weitere Landtechnik-Nachrichten

Goodyear bringt Europas breitesten Landwirtschaftsreifen auf den Markt

Die europäische Landwirtschaft sieht sich mit einem neuen technischen Fortschritt konfrontiert: Goodyear hat die Zulassung für seinen bisher breitesten Reifen im Agrarsektor...

Einböck Razor 500 im Test: Der neue Maßstab für Flachgrubber

Mit der Einführung des Einböck Razor im Jahr 2025 als Vorserienmodell begann eine neue Phase in der Entwicklung von Flachgrubbern, während die...

Fendt, AGCO und TAFE: So beeinflussen Investoren die Landtechnik

Die Marke Fendt, einst ein Familienunternehmen, gehört seit 1997 zum US-amerikanischen Konzern AGCO. Der globale Landmaschinenhersteller besitzt auch bekannte Marken wie Massey...

Claas modernisiert Le Mans Werk für neue Axion und Arion Traktoren

Im Laufe von zwei Jahrzehnten hat der Landmaschinenhersteller Claas über 80 Millionen Euro in die Modernisierung seines Traktorenwerkes im französischen Le Mans...

Krone-Gruppe trennt sich von Vorstandschef Dr. David Frink

Die Krone Gruppe, ein bedeutender Akteur in der Agrarbranche, hat kürzlich eine umfassende Umstrukturierung angekündigt, die auch personelle Veränderungen an der Spitze...