Nach einer nur kurzen Pause hat Argentinien erneut seinen Status als „frei von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI)“ verloren. Wie die Behörden mitteilten, wurde das Virus in einer Geflügelfarm in der Nähe von Ranchos, südlich von Buenos Aires, festgestellt.
Restriktionszonen und Exportstopps
Um dem erneuten Ausbruch entgegenzuwirken, wurden strikte Schutzmaßnahmen eingeführt, darunter die Einrichtung spezieller Restriktionszonen. Zudem wurde der Export von Geflügelfleisch in zahlreiche Länder gestoppt oder entsprechend den bestehenden Regionalisierungsabkommen eingeschränkt.
Pläne für EU-Importe auf Eis gelegt
Die Hoffnungen Argentiniens auf eine Wiederaufnahme des Geflügelfleischexports in die Europäische Union ab März haben sich zerschlagen. Die EU-Kommission hatte zuvor angedeutet, Importe auf den Binnenmarkt zu erlauben, nachdem der frühere Ausbruch im August bei Buenos Aires offiziell als beendet galt.
Internationale Reaktionen
Zwar haben einige Länder in den letzten Monaten ihre Märkte wieder für argentinisches Geflügelfleisch geöffnet, doch China hält sich weiterhin zurück. Als einer der größten Abnehmer hat das Land weder eine Marktöffnung angekündigt noch durchgeführt.
Exportsteigerungen trotz Herausforderungen
Trotz dieser Hindernisse konnte Argentinien laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums seine Geflügelfleischexporte im Jahr 2024 steigern. Mengenmäßig stiegen sie um 15 % auf 185.800 Tonnen, während der Wert um 23 % auf umgerechnet 187,2 Millionen Euro zunahm.
