In einem bedeutenden Schritt für die deutsche Agrarwirtschaft hat Bundeskanzler Friedrich Merz während seiner ersten offiziellen Reise nach China eine richtungsweisende Absichtserklärung unterzeichnet. Diese zielt darauf ab, den Export von Schweine- und Geflügelfleisch nach China wieder zu ermöglichen, trotz bestehender Herausforderungen durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI).
Absichtserklärung als erster Schritt
Regierungskreise berichten, dass Deutschland und China vereinbart haben, in einen Arbeitsprozess zur Schaffung eines Regionalisierungsabkommens einzutreten. Diese Vereinbarung stellt einen entscheidenden Fortschritt dar, auch wenn sie noch nicht den vollständigen Durchbruch für den seit etwa fünf Jahren gestoppten Export von deutschem Schweinefleisch bedeutet. Der Verband der Fleischwirtschaft (VdF) betont die Bedeutung dieses Schrittes für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft und fordert dazu auf, rasch weitere Maßnahmen zu ergreifen, um eine endgültige Regionalisierungsvereinbarung abzuschließen.
Wiederaufnahme des Exports von Hühnerfüßen
Parallel dazu sollen auch Hühnerfüße aus Deutschland bald wieder ihren Weg nach China finden können. Die Vereinbarung betrifft zunächst gegarte Hühnerfüße, während rohe Füße weiterhin vom Export ausgeschlossen sind. Die deutsche Geflügelbranche sieht hierin eine lang ersehnte Möglichkeit, da diese Produkte in China als Delikatesse gelten und somit deutlich bessere Absatzchancen bieten als auf dem heimischen Markt.
Optimismus trotz anfänglich niedriger Erwartungen
Ursprünglich waren die Erwartungen an den Besuch des Bundeskanzlers in Peking eher zurückhaltend. Umso erfreulicher wird nun die Absichtserklärung gewertet, die als Signal für ein verstärktes Engagement beider Länder bei der Bekämpfung von Tierseuchen gilt. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Peking und Berlin könnte in Zukunft helfen, die Handelsbeziehungen weiter zu stärken.
