Die Gemüseproduktion in Deutschland hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erzielten die landwirtschaftlichen Betriebe eine Erntemenge von insgesamt 4,5 Millionen Tonnen, was einer Steigerung von 8,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 zeigt sich ein Anstieg um 13,2 %.
Erweiterung der Anbauflächen
Die gestiegene Produktion ist auf die Ausweitung der Anbauflächen zurückzuführen. Insgesamt 131.700 Hektar wurden für den Gemüseanbau genutzt, was einer Zunahme von 3,9 % gegenüber dem Jahr 2024 entspricht. Diese Erweiterung übertrifft das mittlere Niveau der vorhergehenden Jahre um 3,6 %. Besonders in Nordrhein-Westfalen mit 28.600 Hektar und Niedersachsen mit 26.500 Hektar wurden große Flächen bewirtschaftet.
Anstieg bei Speisezwiebeln und Karotten
Im Jahr 2025 verzeichneten Speisezwiebeln die größte Erntemenge mit rund 903.300 Tonnen, einem Plus von 21,4 % im Vergleich zu 2024. Karotten folgten mit einer Menge von 865.700 Tonnen, was einem leichten Anstieg von 1,8 % entspricht. Auch Weißkohl erlebte ein signifikantes Wachstum mit einer Ernte von 507.500 Tonnen, während Einlegegurken einen Rückgang von 7,5 % aufwiesen.
Zunahme im ökologischen Anbau
Der ökologische Gemüseanbau nahm ebenfalls zu: Die Fläche stieg um 6,4 % auf etwa 20.600 Hektar, und die erzeugte Menge betrug 597.000 Tonnen. Dies entspricht etwa 13,2 % der gesamten Erntemenge des Jahres und zeigt eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren.
Kulturen unter Schutzabdeckung
Der geschützte Anbau von Gemüse, beispielsweise in Gewächshäusern oder unter Folienabdeckungen, wuchs leicht um 0,8 % auf 1.250 Hektar. Die daraus resultierende Erntemenge betrug insgesamt 219.200 Tonnen. Hier dominierten Tomaten mit einer Produktion von 108.600 Tonnen, gefolgt von Salatgurken und Paprika.
Bedeutung für die Zukunft
Trotz dieser positiven Entwicklungen stehen die deutschen Gemüseproduzenten vor Herausforderungen wie dem Klimawandel und den damit verbundenen Wetterextremen sowie steigenden Produktionskosten. Die kontinuierliche Weiterentwicklung sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Sektor bleibt essenziell für eine nachhaltige Sicherung der Lebensmittelerzeugung.
