Die Schweinefleischbranche steht erneut im Fokus der Agrarpolitik, da die Preise für Schweinefleisch in den letzten Monaten dramatisch gesunken sind. Agrarminister Alois Rainer hat angekündigt, diese Woche einen Branchengipfel zu veranstalten, um die Herausforderungen auf dem Schweinemarkt zu diskutieren. Das Treffen soll am Mittwoch um 16 Uhr in Berlin stattfinden.
Herausforderungen am Schweinemarkt
Der drastische Preisverfall von bis zu 30 % ist für viele Landwirte alarmierend. Mitte Februar erreichte der Preis mit 1,45 € pro Indexpunkt einen Tiefpunkt, nachdem er noch im Mai/Juni des Vorjahres bei 2,10 € lag. Im Jahr 2024 erzielten die Preise teilweise sogar Spitzenwerte von 2,20 €. Trotz eines leichten Anstiegs um 5 Cent in der vergangenen Woche bleibt die Situation angespannt.
Minister Rainer hofft auf Trendwende
Vor dem EU-Agrarratstreffen äußerte Minister Rainer in Brüssel eine vorsichtige Zuversicht und sprach von einer „leichten Trendwende“ auf dem Schweinemarkt. Auch im Rahmen des EU-Agrarrats soll die Krise Thema sein, nachdem Rumänien einen entsprechenden Antrag gestellt hat.
Erwartungen an den Branchengipfel
Die Fleischbranche zeigt sich jedoch skeptisch hinsichtlich sofortiger finanzieller Unterstützung aus Berlin oder Brüssel. Stattdessen wird erwartet, dass Rainer wie beim vorherigen Milchgipfel auf einzelbetriebliches Risikomanagement setzt. Damals hatte er Gespräche über eine steuerfreie Risikoausgleichszulage mit Finanzminister Lars Klingbeil angekündigt.
- Preisverfall: Bis zu 30 % Rückgang
- Tiefstpreis: 1,45 € pro Indexpunkt Mitte Februar
- Spitzenpreis vor einem Jahr: 2,20 € pro Indexpunkt
Insgesamt bleibt abzuwarten, ob der Branchengipfel konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes hervorbringen wird oder ob langfristige Strategien zur Risikominimierung im Vordergrund stehen.
