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Top 7 Mähdrescher für 2026 – von CLAAS Lexion bis New Holland CR

775 PS, 20.000 Liter Korntank, 100 Tonnen Weizen pro Stunde. Die Zahlen bei Großmähdreschern klingen mittlerweile wie aus einem Sportwagen-Prospekt. Wer für die Saison 2026 investieren will, hat die Qual der Wahl – denn CLAAS, John Deere, New Holland und Co. liefern sich ein echtes Wettrüsten. Hier sind die sieben Maschinen, die aktuell den Ton angeben.

1. New Holland CR11 – Der Gigant aus Belgien

50 Prozent mehr Leistung als der Vorgänger. Das war die Vorgabe für die Ingenieure in Zedelgem. Das Ergebnis: der CR11, aktuell der größte Rotormähdrescher der Welt.

Der Cursor-16-Motor von FPT bringt 775 PS auf die Waage. Die Twin-Rotor-Technologie – New Holland feiert 2025 deren 50-jähriges Jubiläum – wurde komplett neu aufgelegt. Die Rotoren messen jetzt 610 mm im Durchmesser und 3.600 mm in der Länge. Dazu kommt das TwinClean-Reinigungssystem mit zwei hintereinander geschalteten Siebkästen. New Holland verspricht: Verluste nahe null.

Der Korntank schluckt 20.000 Liter. Entladen wird mit 210 l/s – in knapp anderthalb Minuten ist der Tank leer. Bei Praxistests wurden unter schwierigen Bedingungen bis zu 100 t/h gedroschen, bei unter einem Prozent Verlust. Die MacDon FlexDraper-Schneidwerke gibt es mit bis zu 18,6 Metern Breite.

Technische Daten New Holland CR11

MerkmalWert
MotorFPT Cursor 16, 6-Zylinder
Leistung775 PS
Korntank20.000 l
Entladeleistung210 l/s
Rotordurchmesser610 mm
Rotorlänge3.600 mm
Schneidwerksbreitebis 18,6 m

2. CLAAS Lexion 8900 – Der Platzhirsch

Der Lexion 8900 ist seit Jahren die Referenz in der Oberklasse. Warum? Weil die Hybrid-Technik aus Harsewinkel einfach funktioniert. APS SYNFLOW Dreschwerk plus ROTO PLUS Abscheidung – das Zusammenspiel ist ausgereift.

790 PS liefert der 16-Liter-MAN-Motor. Die Beschleunigungstrommel bringt das Erntegut auf bis zu 20 m/s. Die Zentrifugalkräfte, die dabei entstehen, sorgen für eine saubere Abscheidung. CEMOS AUTOMATIC lernt während der Fahrt mit und optimiert die Einstellungen automatisch. Für Fahrer, die nicht ständig nachjustieren wollen, ist das Gold wert.

18.000 Liter Korntank. Auf europäischen Straßen fährt der 8900 ausschließlich auf TerraTrac-Raupen – anders ist die Breite nicht zu bewältigen. Der Listenpreis ohne Schneidwerk: rund 812.000 Euro.

Technische Daten CLAAS Lexion 8900

MerkmalWert
MotorMAN, 6-Zylinder, 16 l Hubraum
Leistung790 PS (max.)
Korntank18.000 l
DreschwerkAPS SYNFLOW Hybrid
AbscheidungROTO PLUS
FahrwerkTerraTrac

3. John Deere X9 1100 – Gebaut für schwieriges Getreide

John Deere hat den X9 speziell für nordeuropäische Verhältnisse entwickelt. Hohe Feuchtigkeit, zähes Stroh – dafür ist die Maschine gemacht. Das Versprechen: 100 Tonnen Weizen pro Stunde bei unter einem Prozent Verlust.

Der PowerTech-Sechszylinder mit 13,6 Litern Hubraum bringt 700 PS. Das HarvestMotion-Konzept mit Riemenantrieb soll 20 Prozent Sprit sparen. Der 1.250-Liter-Tank reicht für bis zu 14 Stunden Einsatz ohne Nachtanken. Wer lange Tage fährt, weiß das zu schätzen.

Die beiden XDS-Rotoren sind 3,51 Meter lang. Der Dyna-Flo XL-Siebkasten bietet 7 m² Siebfläche – 36 Prozent mehr als bei der S-Serie. Das neue Turbinengebläse steigert die Reinigungskapazität um 45 Prozent. Korntank: 16.200 Liter, Entladung mit 186 l/s.

Technische Daten John Deere X9 1100

MerkmalWert
MotorPowerTech PSS, 13,6 l Hubraum
Leistung700 PS (max.)
Korntank16.200 l
Entladeleistung186 l/s
Rotorlänge3,51 m
Abscheidefläche5,2 m²
Siebfläche7 m²

4. Fendt Ideal 10T – Lenken ohne Lenkrad

Der auffälligste Unterschied beim Fendt Ideal 10T: kein Lenkrad. Mit IDEALdrive steuert man über einen Joystick auf der linken Armlehne. Klingt gewöhnungsbedürftig, hat aber einen echten Vorteil – die Sicht auf Schneidwerk und Einzug ist deutlich besser.

Der 16,2-Liter-MAN-Motor leistet bis zu 790 PS. Das Dual Helix-System arbeitet mit zwei Rotoren, deren Finger in Helixform angeordnet sind. Sie kämmen auch die letzten Körner aus der Matte. Das AirSense Cooling-System mit 950-mm-Umkehrlüfter bläst den Kühler automatisch alle 10 Minuten frei. Verstopfungen sind damit kaum noch ein Thema.

17.100 Liter Korntank, Entladung mit über 210 l/s. Das TrakRide-Raupensystem hält die Transportbreite unter 3,5 Metern – bei 40 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Technische Daten Fendt Ideal 10T

MerkmalWert
MotorMAN, 16,2 l Hubraum
Leistung790 PS (max.)
Korntank17.100 l
Entladeleistung210 l/s
DreschwerkDual Helix Prozessor
Abscheidefläche2,88 m²
LenkungIDEALdrive (optional)

5. Case IH Axial-Flow 9250 – Ein Rotor, maximale Kontrolle

Case IH setzt beim Axial-Flow 9250 bewusst auf nur einen Rotor. Das macht die Maschine einfacher einzustellen – ein Argument für Betriebe, die viele verschiedene Kulturen dreschen. Der 762-mm-ST-Rotor wurde speziell für europäische Hochertragsbedingungen entwickelt.

634 PS aus dem FPT-Motor mit 15,9 Litern Hubraum. Das AFS Harvest Command-System überwacht mit 16 Sensoren sieben verschiedene Parameter und regelt automatisch nach. Rotordrehzahl, Beschleunigungsleisten, Gebläse, Siebe – alles wird laufend optimiert. Eine Kamera analysiert sogar die Kornqualität im laufenden Betrieb.

14.400 Liter Korntank, 1.200 Liter Diesel. Für Betriebe, denen Doppelrotor-Maschinen zu komplex sind, eine interessante Alternative.

Technische Daten Case IH Axial-Flow 9250

MerkmalWert
MotorFPT, 6-Zylinder, 15,9 l Hubraum
Leistung634 PS (max.)
Korntank14.400 l
Rotordurchmesser762 mm
DreschwerkEinzelrotor
Kraftstofftank1.200 l

6. CLAAS Trion 750 – Die goldene Mitte

Nicht jeder braucht einen 800.000-Euro-Drescher. Der Trion 750 richtet sich an Familienbetriebe mit 250 bis 1.000 Hektar Druschfläche. Das ist das Segment, das in Deutschland am häufigsten vorkommt.

435 PS aus dem Cummins-Sechszylinder mit 8,9 Litern Hubraum. Das APS-Hybrid-System kombiniert klassisches Dreschwerk mit Doppelrotor-Abscheidung. Die beiden ROTO PLUS Rotoren (je 4.200 mm lang, 445 mm Durchmesser) lassen sich stufenlos zwischen 400 und 1.000 U/min regeln. Bei trockenem Stroh kann man bis zu vier Rotorsegmente schließen, um die Reinigung zu entlasten.

12.000 Liter Korntank, 130 l/s Entladeleistung. Das Montana-System gleicht Seitenneigungen bis 18 Prozent aus. Mit TerraTrac und 890-mm-Bändern bleibt die Breite unter 3,49 Metern.

Technische Daten CLAAS Trion 750

MerkmalWert
MotorCummins L9, 8,9 l Hubraum
Leistung435 PS
Korntank12.000 l
Entladeleistung130 l/s
DreschwerkAPS Hybrid
RotorenDoppelrotor, je 4.200 mm
Siebfläche5,1 m²

7. Massey Ferguson Ideal 9T – Der Fendt in Grau

Wer den Fendt Ideal mag, aber die Marke nicht: Der MF Ideal 9T kommt aus demselben Werk in Breganze und ist technisch weitgehend identisch. Dual Helix-Prozessor, gleiche Bauform, andere Lackierung.

Der MAN-Motor leistet hier 647 PS bei 12,4 Litern Hubraum. Die Rotoren sind 4,85 Meter lang. Korntank: 17.100 Liter mit über 210 l/s Entladeleistung. Bei Praxistests wurden im Weizen bis zu 60 t/h bei unter einem Prozent Verlust gemessen.

Verfügbar als Radmaschine, mit Para-Level Hangausgleich oder TrakRide-Raupen. Das IDEALharvest-System regelt Drusch und Reinigung automatisch. Für MF-Kunden mit bestehendem Händlernetz eine gute Option.

Technische Daten Massey Ferguson Ideal 9T

MerkmalWert
MotorMAN, 12,4 l Hubraum
Leistung647 PS (max.)
Korntank17.100 l
Entladeleistung210 l/s
DreschwerkDual Helix Prozessor
Rotorlänge4,85 m
Abscheidefläche2,88 m²

Was die Zahlen bedeuten

Größere Tanks, schnellere Entladung, mehr Automatisierung – das sind die Trends. Aber was heißt das in der Praxis?

Ein 20.000-Liter-Tank klingt gewaltig. Bringt aber nur etwas, wenn die Logistik stimmt. Wer alle 15 Minuten auf den Überladewagen warten muss, nutzt das Potenzial nicht aus. Die hohen Entladeleistungen (bis 210 l/s) sind dagegen im Alltag Gold wert – weniger Standzeit, mehr Flächenleistung.

Raupenlaufwerke sind mittlerweile Standard bei den Topmodellen. Der Bodendruck sinkt, die Traktion steigt, und auf feuchten Böden gewinnt man Erntetage zurück. Die meisten Maschinen bleiben dabei unter 3,5 Metern Transportbreite.

Die Preise? Zwischen 500.000 und über 900.000 Euro je nach Ausstattung. Entscheidend ist am Ende, was bei der Ernte rauskommt: Durchsatz, Verluste, Spritverbrauch. Die Prospektzahlen sind das eine. Der eigene Einsatz das andere.

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