Im Zuge der Oberbayerischen Holztage in Übersee am Chiemsee hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Bedeutung der Holznutzung hervorgehoben. Er betonte, dass Holz sowohl als Energieträger als auch als Baustoff einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten könne. Angesichts der aktuellen Diskussionen über Energiesicherheit und Rohstoffverfügbarkeit plädierte er für den verstärkten Einsatz von Holz.
Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit von Holz
Aiwanger verwies darauf, dass etwa ein Drittel Bayerns mit Wald bedeckt sei. Die Wälder des Bundeslandes beherbergen über eine Milliarde Kubikmeter Holz, wobei jährlich weitere Mengen nachwachsen. Diese Ressource sei nachhaltig nutzbar und trage bei Nichtverwendung zur Klimabelastung bei, so der Minister. Holz könne Erdöl als Rohstoff ersetzen und sei somit ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Zukunft.
Energieersparnis durch Holz
Der Minister stellte fest, dass ein Ster Brennholz Heizöl im Umfang von 120 Litern oder 150 Kubikmetern Erdgas ersetzen könne. Besonders effizient sei Buchenholz, das sogar 200 Liter Heizöl einsparen könne. Diese Zahlen verdeutlichen das Potenzial von Holz als erneuerbare Energiequelle.
Kritik an Flächenstilllegungen
Aiwanger äußerte sich auch kritisch zu politischen Maßnahmen, die eine verstärkte Stilllegung von Waldflächen vorsehen. Er argumentierte, dass solche Maßnahmen den fossilen Energieverbrauch erhöhen und somit kontraproduktiv für den Klimaschutz seien. Die Förderung der Holznutzung sei hingegen ein Gewinn für die Energieversorgungssicherheit.
Wirtschaftliche Bedeutung der Forstwirtschaft
Die Forst- und Holzbranche stelle einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar, insbesondere im ländlichen Raum Bayerns. Mehr als 154.000 Menschen seien in diesem Sektor beschäftigt und leisteten durch ihre Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur Gesundheit der Wälder und zur Sicherstellung stabiler Erträge.
Kritische Betrachtung von EU-Verordnungen
In Bezug auf europäische Regulierungen wie die Entwaldungsverordnung kritisierte Aiwanger diese als eigentumsfeindlich und hinderlich für Waldbesitzer sowie die gesamte Wertschöpfungskette im Forstsektor. Solche bürokratischen Hürden seien aus seiner Sicht abzulehnen, da sie dem Ziel des Klimaschutzes entgegenstehen.
