Anzeige
 

Kuhschlachtungen: November-Rückgang um 14,2 %

Im November 2025 hat sich der rückläufige Trend bei den Kuhschlachtungen in Deutschland weiter verstärkt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in diesem Monat insgesamt 84.249 Kühe geschlachtet, was einem Rückgang von knapp 13.400 Tieren oder 14,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

Rückgang setzt sich fort

Seit Beginn des Jahres 2025 zeigen die Schlachtzahlen, mit Ausnahme des Januars, eine abnehmende Tendenz. Besonders auffällig war der Rückgang in den Monaten Juni und August. Insgesamt lagen die Zahlen in den ersten elf Monaten um 7,8 % unter denen des Vorjahreszeitraums.

Einflussfaktoren auf die Schlachtzahlen

Mehrere Faktoren beeinflussten die Entscheidung der Landwirte, weniger Kühe zur Schlachtung zu geben. Trotz hoher Schlachtpreise gab es wenig Anreiz, Milchkühe aus den Betrieben zu nehmen, da die Preise für Schlachtvieh im November im Vergleich zum Vormonat gesunken waren.

Anhaltende Auswirkungen der Blauzungenkrankheit

Zudem hinterließ die Blauzungenkrankheit weiterhin ihre Spuren in Form von verschobenen Kalbungen. Die erhöhte Anzahl an Geburten in der zweiten Jahreshälfte führte dazu, dass viele Kühe im November entweder am Anfang oder mitten in ihrer Laktationsperiode waren. Der Verkauf von Milchkühen in dieser Phase ist wirtschaftlich oft nicht sinnvoll.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Chinas Stopp von Diesel-Exporten treibt globale Preise in die Höhe

Die angespannte Situation im Nahen Osten hat weitreichende Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt. China, das über etwa 17 % der weltweiten Raffineriekapazitäten...

Schweinepreise steigen weiter, decken jedoch nicht die Produktionskosten

Die Schweinepreise in Deutschland steigen seit drei Wochen kontinuierlich an, dennoch sind die aktuellen Preise für viele Schweinehalter noch nicht kostendeckend. Neben...

Deutschland: Getreideernte 2025 sichert Versorgung trotz globaler Krisen

Die Frage, ob Deutschland ausreichend Getreide für die eigene Versorgung produziert, wird zunehmend wichtiger angesichts globaler Krisen und veränderter Handelsbedingungen. Die Getreideernte...

Weizenpreise steigen: Investoren zeigen neuen Optimismus

Inmitten von steigenden Rohölpreisen und globalen Unsicherheiten verzeichneten die Agrarmärkte unterschiedliche Entwicklungen. Während Raps und Mais trotz der Erhöhung der Rohölpreise Verluste...

Straßensperrung von Hormus: Keine Gefahr für deutsche Agrar-Exporte

Die jüngste Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, ausgelöst durch die Eskalation militärischer Konflikte mit den USA und Israel, hat...