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Faire Preise für Bio-Produkte: Landwirte fordern gerechte Vergütung

Der Markt für Bio-Lebensmittel wächst kontinuierlich, wie die aktuellen Zahlen des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft zeigen. Für das Jahr 2024 verzeichnete die Branche einen Umsatzanstieg von 5,7 % und erreichte damit fast 17 Milliarden Euro. Doch trotz dieser positiven Entwicklung sieht Karsten Trunk, der Bauernpräsident Mecklenburg-Vorpommerns, Herausforderungen für die Landwirte.

Bio-Produkte unter Preisdruck

Laut Trunk haben Bio-Eigenmarken in Supermärkten die ökologisch hergestellten Produkte massentauglich gemacht. Dies führe jedoch zu einem erheblichen Druck auf die Erzeugerpreise. Er betont, dass Bio nicht nur ein günstiges Marketinginstrument des Handels sein dürfe und fordert daher eine faire Vergütung für Bio-Produkte.

Trunk argumentiert, dass das Wachstum des Bio-Sektors nur dann nachhaltig sei, wenn die Preise für die Landwirte wirtschaftlich tragfähig sind. Derzeit seien rund 10 % der Bauern bereit, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen, sofern dies wirtschaftlich sinnvoll sei.

Wirtschaftlichkeit als Kernpunkt

In Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaftet etwa ein Viertel der Betriebe ihre Flächen ökologisch, überwiegend Grünland. Trunk hebt hervor, dass Versorgungssicherheit ohne eine starke konventionelle Landwirtschaft nicht gewährleistet werden könne. Es gehe darum, dass sowohl Bio- als auch konventionelle Betriebe wirtschaftlich nachhaltig arbeiten können.

Die Herausforderungen im Bereich der Erzeugerpreise und der Wirtschaftlichkeit müssen angegangen werden, um den biozertifizierten Betrieben eine stabile Zukunft zu ermöglichen. Trunk sieht hier Handlungsbedarf seitens der Politik und der Supermarktketten, um faire Bedingungen zu schaffen und den Druck auf die Landwirte zu mindern.

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