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Preisabsprachen: Kartellvorwürfe gegen Landtechnikhändler in Polen

Aktuell laufen zwei Kartellverfahren in Polen, die sich gegen Landtechnikhändler und Vertriebsorganisationen richten. Diese stehen im Verdacht, den Markt durch unerlaubte Absprachen untereinander aufgeteilt zu haben. Das polnische Amt für Wettbewerb und Verbraucherschutz (UOKiK) hat in diesem Zusammenhang 15 Firmen und zwei Führungskräfte angeklagt.

Im Mittelpunkt des ersten Verfahrens steht CNH Industrial Polska, das den polnischen Vertrieb für die Marken New Holland, Case und Steyr leitet. Zudem sind sieben Vertriebshändler und zwei Manager von CNH Industrial Polska sowie von Przedsiębiorstwo Handlowo-Usługowe Perkoz angeklagt, die direkt in die mutmaßlichen Absprachen involviert gewesen sein sollen.

Das zweite Verfahren bezieht sich auf Claas Polska, welches das Vertriebssystem für Claas-Maschinen in Polen steuert, sowie sechs zugehörige Händler. Nach Angaben von UOKiK haben diese Unternehmen die Möglichkeiten der Landwirte eingeschränkt, Traktoren zu günstigeren Preisen zu erwerben, indem sie passive Verkäufe außerhalb ihrer festgelegten Regionen unterbanden. Es besteht zudem der Verdacht, dass sich die Firmen über die Preise, zu denen sie ihre Landtechnik anbieten, ausgetauscht haben.

Sollten die Angeklagten für schuldig befunden werden, könnten empfindliche Geldstrafen verhängt werden, die bis zu 10 % ihres Jahresumsatzes ausmachen können. Auch gegen die beteiligten Manager könnten Strafen von bis zu 2 Millionen Złoty verhängt werden. Sowohl Claas Deutschland als auch CNH Industrial betonen, dass sie mit den Behörden kooperieren und sich an die geltenden Gesetze halten.

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