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Vorwürfe gegen größten genossenschaftlichen Viehvermarkter Deutschlands

Die Raiffeisen Viehzentrale GmbH (RVZ) sieht sich schweren Vorwürfen der Manipulation ausgesetzt. Diese Anschuldigungen beziehen sich auf Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Vermarktung von Schlachtvieh. Die Implikationen dieser Vorwürfe könnten tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Branche haben.

Seit 2024 ist die RVZ GmbH in ihrer jetzigen Form existent, entstanden durch die Fusion der VVG Werne eG aus dem Münsterland und der Viehzentrale Südwest eG aus Baden-Württemberg, die beide nun zu gleichen Teilen die RVZ GmbH tragen. Dieser Zusammenschluss markierte die Geburt des größten genossenschaftlichen Viehvermarkters im Land.

Die RVZ Gruppe umfasst auch mehrere Tochterunternehmen, die in verschiedenen Bereichen der Viehvermarktung tätig sind. Dazu gehört beispielsweise die NVG-bovex GmbH, eine Organisation, die sich auf die Vermarktung von Vieh in Nordbayern spezialisiert hat, sowie die probovi-GmbH, die ihren Sitz in Meißen, Sachsen hat und auf die Vermarktung von Rindern fokussiert ist.

Zudem ist die RVZ GmbH über diverse Vermarktungsprogramme aktiv, die verschiedene Haltungsformen von Stufe 2 bis 4 abdecken. Hierzu zählen unter anderem die Programme „BauernLiebe“ von Edeka Rhein-Ruhr, „Wertschätze“ von Kaufland, „Fairfarm“ von Aldi sowie die „Gutfleisch-“ und „Hofglück“-Programme von Edeka-Südwest. Ebenfalls wird das Label „Bayerisches Strohschwein“ von Rewe geführt.

Die aktuellen Vorwürfe könnten die Teilnahme der Raiffeisen Viehzentrale GmbH am QS-System gefährden, was einen möglichen Ausschluss aus diesem Qualitätssicherungssystem zur Folge haben könnte. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die möglichen weitreichenden Folgen für das Unternehmen und seine Partner.

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