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Italienischer Werberat stoppt umstrittene Chipswerbung nach Beschwerden

In Italien hat der Kontrollausschuss des Selbstregulierungs-Instituts für Werbung eine Werbekampagne des Chipsherstellers Amica Chips gestoppt. Dies geschah nach zahlreichen Beschwerden von Verbrauchern, die sich durch die Werbung in ihren moralischen, bürgerlichen und religiösen Überzeugungen verletzt fühlten.

Der betroffene Werbespot, der in einem Kloster spielt und von Schuberts „Ave Maria“ untermalt wird, zeigt eine Gruppe von Nonnen, die sich zum Altar begeben, um die Kommunion zu empfangen. In der ursprünglichen Version des Spots erhält die erste Nonne von einem Priester statt einer Hostie Chips. Daraufhin ertönt ein lauter Knall im Kirchenraum. Eine überraschte Nonne kehrt in die Sakristei zurück, wo die Oberin direkt aus der Tüte Chips isst.

Der Spot endet mit Bildern des Produkts und dem Slogan „Amica Chips the Divine Daily“ („Amica Chips – göttlich täglich“).

Die Zeitung Avvenire, die der Konferenz der italienischen Bischöfe gehört, äußerte sich kritisch über den Spot. In einem redaktionellen Beitrag hieß es, der Spot verletze die Gefühle der Gläubigen: „Christus wird zu einer knusprigen Hülle gemacht. Erniedrigt und entweiht, wie er es vor 2000 Jahren war. Amica Chips hat die Provokation als Kommunikationsmittel gewählt.“

Das Werbeagentur erklärte, dass der Spot beabsichtigt habe, „eine klar theatrale und fiktive Situation ohne religiöse Missverständnisse darzustellen, die aus Zitaten der kirchlichen Welt stammt und bereits im globalen Kino, in Theaterproduktionen und in der Werbung beleuchtet wurde.“

Der Hersteller Amica Chips betonte, dass der Spot mit „starker britischer Ironie“ gemacht wurde, zielte auf ein jugendliches Publikum ab und beabsichtigte nicht, jemanden zu beleidigen.

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