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Vergiss den Gedanken, dass Bauern stinken

Landwirt Fritz Stiegler: Vom Mobbingopfer zum erfolgreichen Bauern und Schriftsteller

Fritz Stiegler bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Familie einen 50 Hektar großen Betrieb in Bayern. Neben Haselnussanbau und Sonderkulturen halten sie auch Hühner und Pensionspferde. Der 62-Jährige ist nicht nur Landwirt, sondern auch erfolgreicher Romanautor und Texter von Libretti und Liedern. Sein neuester Roman „Heiner“ wurde 2022 als eines der besten Independent-Bücher Bayerns ausgezeichnet.

Die Schulzeit als Außenseiter

In den 70er-Jahren wurde Fritz Stiegler als Kind aufgrund des Stallgeruchs, der von seinen Kleidern ausging, in der Grundschule gemobbt. Die Religionslehrerin konfrontierte ihn vor der ganzen Klasse mit dieser Tatsache, was dazu führte, dass er bis zur neunten Klasse als „Bauernstinker“ und Außenseiter galt.

Der Umgang mit Mobbing

Stiegler hat die Mobbing-Erfahrung aus seiner Schulzeit lange Zeit verdrängt und in sich hineingefressen. Erst nach vielen Jahren konnte er offen darüber sprechen und hat daraus seine Stärke gezogen. Die Zeit des Mobbings hat ihn gelehrt, sich selbst treu zu bleiben und sich nicht mehr als Außenseiter zu fühlen.

Die Lehren aus der Vergangenheit

Die Erfahrungen aus seiner Kindheit haben Fritz Stiegler geprägt und ihn dazu motiviert, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Ob beim Klettern, Schreiben von Romanen oder Besteigen des Kilimandscharo – er möchte beweisen, dass er mehr ist als das Mobbingopfer von damals.

Tipps für betroffene Kinder und Eltern

Stiegler rät Eltern, sensibel auf Anzeichen von Mobbing bei ihren Kindern zu achten und im Ernstfall einzugreifen. Er betont, wie wichtig es ist, für die eigenen Werte einzustehen und sich nicht von anderen definieren zu lassen. Auch Bauernkindern sollte klar sein, dass „Bauer sein“ keinesfalls ein Schimpfwort ist, sondern eine wichtige und respektable Berufung.

Engagement für die Landwirtschaft

Der Landwirt setzt sich aktiv für die Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft ein. Er betont, dass das Image der Bauern oft positiver ist als angenommen und engagiert sich für Führungen auf seinem Hof sowie die Zusammenarbeit mit Medien. Seine Erfahrungen aus der Vergangenheit geben ihm die Energie, sich für soziale Themen einzusetzen und gegen Ungerechtigkeit anzukämpfen.

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