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Tierwohl: So schneiden die Städte ab

  • Der Tierschutz untersuchte die Beschaffung von tierischen Lebensmitteln bei den Kantinen der Städte. – Romain del Buono

Der Schweizer Tierschutz hat die Fleischeinkäufe der Gemeinschaftsgastronomie vom öffentlichen Sektor bezüglich Nachhaltigkeit und untersucht. Zwischen den Städten gibt es grosse Unterschiede. Die Bundeshauptstadt ist am Schluss der Rangliste.

Beim Lebensmitteleinkauf für die Gemeinschaftsgastronomie kommt dem öffentlichen Sektor, den Beschaffungsstellen in Gemeinden, Städten und staatsnahen Betrieben, eine Vorbildfunktion zu, schreibt der Schweizer Tierschutz (STS).

Deshalb hat die Organisation die Städte und einzelne staatsnahe Betriebe bezüglich Beschaffungskriterien bei tierischen Lebensmitteln befragt. Die seien teils erfreulich, teils ernüchternd, lautet das Fazit. Sieger der Vergleich ist die Stadt Zürich, die rote Laterne teilen Basel und Bern.

Die Auswertung des STS:

Rang 1: Stadt Zürich: Auftrag Mittagsverpflegung an Schulen vergeben an Menu and More mit Teilauswertung des -Angebots. Richtlinien, Zielsetzungen und Überprüfung der Zielsetzungen teilweise vorhanden oder in Entstehung begriffen. «Der Stadt Zürich kann aus Tierschutzsicht vorerst noch ein  mit Tendenz nach oben verliehen werden», schreibt der STS.

Rang 2: Stadt Lausanne: Auswertung des Jahres 2019 durch das Unternehmen Beelong im Rahmen des Plans nachhaltige Gemeinschaftsgastronomie (RCD plan restauration collective durable) vorhanden. Diese hat aus der Sicht des Tierschutzes noch begrenzte Aussagekraft betreffend , zeigt jedoch bereits erkennbare und auswertbare Bemühungen. «Der Stadt Lausanne kann deshalb aus Tierschutzsicht bezüglich Beschaffung von tierischen Lebensmitteln ein  verliehen werden», lautet das Fazit des STS.

Rang 3: Stadt Genf: Auswertung durch das Unternehmen Beelong für einige Schulküchen. Nicht von allen städtischen Betrieben liegen Daten vor. «Wir konnten jedoch mit dieser begrenzten Datenbasis zumindest eine Teilauswertung mit ersten Aussagen erstellen», hält der Tierschutz fest. Der Stadt Genf erreicht aufgrund der sichtbaren Bemühungen aus Tierschutzsicht bezüglich Beschaffung von tierischen Lebensmitteln ein «knapp genügend» (Note 3.5).

Rang 4: Stadt Winterthur: Teilauftrag für Mittagsverpflegung an den Schulen und für schulergänzende Betreuung: Einkauf durch Menu and More. Aufgrund der weitgehend noch fehlenden eigenen Anstrengungen zum Tierschutz bei der Beschaffung von tierischen Lebensmitteln erhält Winterthur vom Tierschutz lediglich die Note 3, also «ungenügend».

Rang 5: Stadt Basel: Vorgaben im Rahmen von Ausschreibungen. «Diese sind aber nicht einheitlich. Eine Auswertung ist nicht möglich», schreibt der STS. Der Stadt Basel wird aus Tierschutzsicht bezüglich Beschaffung von tierischen Lebensmitteln lediglich ein «schwach» (Note 2) verliehen.

Stadt Bern: Einkauf von Einzelbetrieben nach Richtlinien der Stadt Bern. Derzeit nicht auswertbar. Teilauswertung Zieglerküche (Grossküche für mehrere Betriebe) angedacht, jedoch bisher nicht vorliegend. Der Stadt Bern wird aus Sicht des Tierschutz bezüglich Beschaffung von tierischen Lebensmitteln ebenfalls nur die Note 2, also «schwach», vergeben.

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Quelle: schweizerbauer.ch