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Tierschutzprobleme wegen hohen Gaspreisen

  • Ohne Einschreiten der Regierung können die Truten nicht geschlachtet werden.  – zvg pixabay

Auf den traditionellen Truthahnbraten müssen viele Briten dieses Weihnachten womöglich verzichten. Die massiv gestiegenen Preise für bringen Fleischhersteller in Grossbritannien zunehmend in Bedrängnis. Und die Tiere der Bauern werden nicht mehr geschlachtet. 

Die Regierung greift zwar dem Industriezulieferer CF Industries für ein paar Wochen unter die Arme, um die Produktion von Kohlendioxid (CO2) wieder zum Laufen zu bringen.

Frische sichern

Die Lebensmittelbranche warnt dennoch vor Engpässen. CO2 wird unter anderem für Vakuumverpackungen bei Fleisch sowie zur Betäubung von Schlachtvieh benötigt und es kommt bei der Herstellung von Bier und Softdrinks zum Einsatz.

«Ein Drei-Wochen-Deal wird Weihnachten nicht retten», sagte der Geschäftsführer der Supermarktkette Iceland, Richard Walker, am Mittwoch. «Wir brauchen eine permanente Lösung, um die Auslieferung von frischen n sicherzustellen.» Die Regierung in London hat CF Industries zugesagt, drei Wochen lang einen Teil der Fixkosten des US-Unternehmens zu übernehmen.

Dies werde wohl mehrere zehn Millionen Pfund kosten, sei aber nötig, sagte der britische Umweltminister George Eustice dem TV-Sender Sky . CF Industries stellt etwa 60 Prozent des gesamten CO2-Bedarfs in Grossbritannien her.

Produktion wegen hoher preise gestoppt

CO2 ist ein Nebenprodukt bei der Düngemittelherstellung, die als Rohstoff natürliches verwendet. Der Düngemittelkonzern CF Industries hatte die Produktion in zwei britischen Fabriken vor ein paar Tagen gestoppt, weil die preise durch die Decke gehen. Seit Jahresanfang sind sie wegen einer Angebotsknappheit um gut 250 Prozent gestiegen. Mehrere kleinere Energieversorger mussten den Handel einstellen. Die Branche fordert Staatshilfen.

Die britische Regierung geht davon aus, dass auch die Preise für CO2 massiv steigen werden. Für eine Tonne könnten künftig etwa 1000 Pfund fällig werden statt der bisherigen 200 Pfund, sagte Eustice. «Die Lebensmittelbranche muss sich anpassen. Es kommt ein grosser Preisanstieg.»

Tierschutzprobleme

Ohne Einschreiten der Regierung müssten in den kommenden Tagen manche Geflügelfarmen ihre Türen schliessen, rechtfertige der Umweltminister die staatlichen Hilfen. «Und dann hätten wir Tierschutzprobleme, weil man viele Hühner auf Farmen hätte, die nicht rechtzeitig geschlachtet werden könnten und die wahrscheinlich auf Farmen eingeschläfert werden müssten.» Mit en würde ähnliches drohen.

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Quelle: schweizerbauer.ch