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Sie ist die erste «Metzgerin des Jahres»

  • Barbara Ehrbar-Sutter, Schweizer Metzgerin 2021 mit dem in Form einer aus einem Blitzmesser gestalteten Pokal. – SFF

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizer Fleisch-Fachverbands (SFF) hat Barbara Ehrbar-Sutter zur «Metzgerin des Jahres» gewählt. Sie ist Geschäftsleiterin und Inhaberin der Appenzeller Breitenmoser Fleischspezialitäten AG.

Barbara Ehrbar-Sutter ist damit die erste Frau, die diesen Titel verliehen erhält. Im vergangenen Jahr wurde ihr Unternehmen als bester Arbeitgeber unter den mittelgrossen Unternehmen mit dem Swiss Arbeitgeber Award ausgezeichnet.

Von der Bank zur Metzgerei

SFF-Präsident Ivo Bischofberger sagte in seiner Laudatio, dass Barbara Ehrbar-Sutter die Auszeichnung mit ihren Anstrengungen in Sachen Nachwuchsförderung und Regionalität mehr als verdiene. «Barbara Ehrbar-Sutter verkörpert als Unternehmerin exemplarisch die dringend nötigen Antworten auf die Fragen, ja Herausforderungen einer erfolgreichen Zukunft unserer Fleischbranche», so Bischofberger weiter.

Nach einer erfolgreichen Ausbildung in der Bankenwelt und diversen Aufenthalten in England und in der Romandie arbeitete Ehrbar-Sutter zunächst bei der Swissair als Groundhostess. «Sie erfüllte sich damit einen langersehnten Traum mit vielen Reisen rund um die ganze Welt», heisst es in der Mitteilung.

1991 wechselte sie dann in den elterlichen Betrieb, die Ernst Sutter AG, wo sie nach einer Zusatzausbildung zur Marketingplanerin diverse Marketingaufgaben wie Messen und Ausstellungen sowie die gesamte Exporttätigkeit übernahm. Hier holte sie sich das Rüstzeug, um sich in der Fleischbranche erfolgreich zu positionieren, schreibt der SFF.

Gemeinschaftswerk

Nach der Übergabe des elterlichen Betriebs an den konzern Fenaco hatte Barbara Ehrbar-Sutter den Wunsch, in einen Familienbetrieb einzusteigen. Dies gelang ihr mit der Übernahme der Breitenmoser Fleischspezialitäten AG in Appenzell. Sie führte das erfolgreiche Konzept fort und entwickelte das Unternehmen weiter.

Nebst dem Stammhaus in Appenzell eröffnete sie eine Filiale in Teufen, den Spar Frischmarkt in Appenzell, die Filialen in Gais und Rorschacherberg. Zudem beliefert sie Migros, Spar, Manor, TopCC, Prodega, diverse Lädeli und Restaurants in der Region. Insgesamt beschäftigt die Preisträgerin knapp 70 Mitarbeitende.

«Der Preis erfüllt mich mit grosser Freude und Stolz, weil es sich hier um ein Gemeinschaftswerk handelt, zu dem jeder einzelne unserer Mitarbeiter durch sein grosses Engagement und seine grosse Identifikation mit dem Betrieb beigetragen hat», sagt Barbara Ehrbar-Sutter bei der Preisverleihung.

Bisherige Preisträger

Der Titel „Metzger(in) des Jahres“ wird vom SFF seit 2012 an Fleischfachleute verliehen, die sich vorbildlich um das Lebensmittel Fleisch bzw. die Fleischbranche verdient gemacht haben. Geehrt wird der Metzger des Jahres unter anderem mit der Übergabe der traditionellen, aus einem Blitzmesser gefertigten Uhr.
2012: Jean Pierre Corpataux alias „Le Peintre Boucher Corpatoo“, Freiburg (FR)
2013: Armand Stuby, Justin Tschannen und Stéphane Devallonné, Träger der Goldmedaille des SIRHA – Salon International de la Restauration, de l’Hôtellerie et de l’Alimentation.
2014: Ulrich Berchtold alias «Grill Ueli», Schübelbach (SZ)
2015: Albert Baumann, Unternehmensleiter Micarna AG, Bazenheid (SG), Initiant des Nachwuchsprojekts Mazubi.
2016: Jules Christen †, Erstfeld (UR), u.a. Initiant der Schweizer Meisterschaft im Ausbeinen.
2017: Gérard Yerly, Boucherie Yerly, Rossens (FR), u.a. für seine grossen Verdienste für die Nachwuchsförderung.
2018: Martin Schwander, Riggisberg (BE), für seine ausserordentlichen Verdienste auf allen Ebenen des Metzgereigewerbes, national und kantonal in verschiedenen Verbands-gremien und -kommissionen sowie in der Nachwuchsförderung.
2019: Franz Fässler, Appenzell (AI), u.a. für den Aufbau eines Vorzeigebetriebs mit qualitativ hochstehenden Appenzeller Spezialitäten und seiner grossen Verdienste um das Metzgergewerbe und die Fleischbranche.
2020: Roberto Luisoni, Lugano (TI), für seine grossen Verdienste um den Berufsstand und die aktive Nachwuchsförderung insbesondere in der italienisch-sprachigen Schweiz

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Quelle: schweizerbauer.ch