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Schlachtrindermarkt von Verunsicherung geprägt

  • Der rindermarkt ist aktuell sehr volatil. – Samuel Krähenbühl

Die derzeitige Situation am europäischen rindermarkt ist uneinheitlich und von einer großen Verunsicherung geprägt. COVID-19-bedingte Schließungen von stätten und personalbedingt reduzierte Auslastungen der - und Zerlegekapazitäten belasten nach wie vor die Vermarktung. In Deutschland herrscht weiterhin Preisdruck bei weiblichen und männlichen rindern, im Vergleich zu den vergangenen Wochen fällt er aber etwas weniger stark aus.


In Österreich laufen die ungen seitens der Betriebe noch auf einem relativ normalen Niveau, lediglich bei den weiblichen rindern werden die Mengen aufgrund von fehlender Nachfrage reduziert, berichtet die Rinderbörse. Bei den Jungstieren ist die Nachfrage nach AMA-Gütesiegel-Tieren nach wie vor gut, die Ware wird für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft seitens des Lebensmittelhandels derzeit eingelagert. Probleme tun sich wie in der Vergangenheit bei Edelteilen auf, die durch das Fehlen des Außer-Haus-Verzehrs zusätzlichen Marktdruck erzeugen. Die Preise bei Jungstieren sind noch relativ stabil.

Bei weiblichen rindern ist durch den Wegfall wichtiger Märkte der Druck wesentlich größer. Sowohl der als auch der Inlandsmarkt gestalten sich sehr schwierig, die kuhpreise tendieren nach unten. Auch bei den Kalbinnen herrscht durch den Wegfall der Gastronomie und durch verhaltene Einlagerungen (unsichere bevorstehende Wintersaison in den Skigebieten) mehr oder weniger starker Druck. Die Preise mussten auch hier nach unten korrigiert werden. Anders stellt sich der Markt bei kälbern dar, die Preise tendieren derzeit aufgrund der niedrigen Mengen und der noch relativ guten Nachfrage nach oben.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem stabilen Preis von 3,47 Euro je kg gewicht. Für Kalbinnen werden aktuell nur mehr 2,86 Euro erlöst, die Notierung für kühe wurde abermals ausgesetzt. Für kälber werden jetzt 6,25 Euro gezahlt. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen. (Schluss)

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Quelle: schweizerbauer.ch