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Rohrschwingel immer zarter

  • Von 2017 bis 2019 prüfte Agroscope 13 neue Sorten von Rohrschwingel, zwei Sorten von Hybriden (Kreuzung von Rohrschwingel mit Italienischem Raygras) und sechs bereits empfohlene Sorten. – Eric Mosimann

Der Rohrschwingel ist ein vielseitig verwendbares, robustes Futtergras mit hohem Ertragsvermögen. Er erträgt sowohl feuchte als auch trockene, warme als auch kühle Bedingungen sehr gut. 

Wegen den groben Blättern der Wildformen wird er laut Agroscope zu Unrecht als Futtergras von mittlerer Qualität eingestuft. Heute moderne Zuchtsorten, die deutlich feinere Blätter aufweisen als die Wildform und vom Vieh auf der Weide gerne gefressen werden. 

Von 2017 bis 2019 prüfte Agroscope 13 neue Sorten von Rohrschwingel, zwei Sorten von Hybriden (Kreuzung von Rohrschwingel mit Italienischem Raygras) und sechs bereits empfohlene Sorten. Untersucht wurden die Güte des Pflanzenbestandes, Ertrag, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Resistenz gegen Winterhärte und Blattkrankheiten, Blattfeinheit und Verdaulichkeit.

Neu empfohlen werden die beiden Neuzüchtungen RGT Nouga und RGT Philona. Unter sämtlichen geprüften Sorten belegten sie die Spitzenplätze. Eine weitere interessante Neuzüchtung, die Sorte Paolo, kann nicht auf die Sortenliste gesetzt werden, obwohl sie aufgrund der erzielten Ergebnisse die Voraussetzungen dafür erfüllt hätte.

Wegen der Beschränkung der Anzahl empfohlenen Sorten figuriert sie als Ersatzsorte. Die bisher empfohlene Sorte Dauphine verliert aufgrund ungenügender Ergebnisse hinsichtlich Verdaulichkeit, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Jugendentwicklung die Sortenempfehlung. sum

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Quelle: schweizerbauer.ch