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Rekordjahr: Über 1000 Helfer bei Bergbauern

  • Die meisten Freiwilligen schwärmen von ihrem Einsatz bei einem Bergbauern. Die Arbeit wird zwar als streng empfunden, aber trotzdem geschätzt. – Franca Pedrazzetti/Caritas
  • Jedes Jahr im Sommer brauchen Bergbauernfamilien Hilfe, um die vielen Arbeiten dieser intensiven Saison bewältigen zu können.  – Franca Pedrazzetti/Caritas

Die Coronavirus-Krise hat laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» in der Schweiz eine Welle der Solidarität aus. So hätten 1080 Freiwillige einen von Caritas vermittelten unentgeltlichen Einsatz bei den Bergbauern geleistet.

Das seien 30 Prozent mehr als im Vorjahr, schreibt die Zeitung. Insgesamt leisteten die Helfer 1600 Einsatzwochen, was einem Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche.

Etwas Sinnvolles tun

«Wir konnten in der Corona-Krise so viele Freiwillige an Bergbauern vermitteln wie noch nie. 2020 ist ein Rekordjahr», sagte Silvano Allenbach, Leiter des Angebots «Bergeinsatz» beim kirchlichen Hilfswerk Caritas, zur Zeitung. Die Freiwilligenarbeit entspricht einem Gegenwert von fast 2,5 Millionen Franken.

Als Hauptgründe für den Freiwilligenboom nennt Allenbach die grosse Betroffenheit wegen der Coronavirus-Pandemie. Zudem seien Reisen ins Ausland zum Teil nicht mehr möglich gewesen und viele Menschen hätten in der Heimat etwas Sinnvolles tun wollen.

Viele Bergbäuerinnen und -bauern sind froh um die Unterstützung von Freiwilligen bei der Handarbeit an den steilen Hängen.
Franca Pedrazzetti/Caritas

App und Video

Die «SonntagsZeitung» hat dazu die Familie Sieber im bernischen Reichenbach besucht. «Von Juni bis Oktober hatten wir zwölf freiwillige Helfer auf der Alp, das sind erheblich mehr als in anderen Jahren», sagt Stefan Sieber. Der 43-Jährige bewirtschaftet zusammen mit seiner Frau 30 Hektaren Sömmerungsfläche und betreut 27 Stück Vieh.

Ohne Helfer sei dies in dem teils sehr steilen Gelände nicht zu meistern, so der Bio-. Die Freiwilligen halfen im Stall und auf den Weiden mit. Sie engagierten sich aber auch bei der Vermarktung des Alpkäses. Der Absatz kam wegen der geschlossenen Märkte ins Stocken. Eine junge Helferin wandelte eine bestehende Umfrage-App in eine App für Käsebestellungen um. Ein anderer Helfer drehte einen Werbefilm. Das Video machte auch in Deutschland in den sozialen Medien die Runde. Rund 80 Kilo Käse fanden so den Weg in das nördliche Nachbarland. «Es war super, wie sich die Leute eingesetzt haben – die Solidarität war riesig», zeigt sich Sieber begeistert. 

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Quelle: schweizerbauer.ch